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RECORD > AGAIN! 40jahrevideokunst.de – Teil 2

„RECORD > AGAIN! 40jahrevideokunst.de – Teil 2“ erforscht die Geschichte der deutschen Videokunst von ihren Anfängen in den 1960er- und 1970er-Jahren bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung im ZKM Medienmuseum zeigt zahlreiche Entdeckungen, welche erstmals seit Jahrzehnten wieder zu sehen sind.

Viele Bänder mussten aufwändig im ZKM Labor für antiquierte Videosysteme restauriert werden, um sie überhaupt abspielen zu können. Präsentiert wird das Material auf Bildschirmen der jeweiligen Entstehungszeit.

„RECORD > AGAIN!“ stellt rund 50 Videoarbeiten der letzten 40 Jahren vor, die exemplarisch die Vielfalt der deutschen Videoszene widerspiegeln. Gezeigt werden etwa der berühmte Boxkampf, den Joseph Beuys 1972 auf der documenta 5 bestritt, die Rekonstruktion der auf sechs Monitoren gezeigten Arbeit „Schafe“ von Wolf Kahlen, die 1976 zum letzten Mal zu sehen war, frühe Videosynthesizer-Arbeiten von Walter Schröder-Limmer, das „Medienhaus“ von HA Schult von 1978, eine fast unbekannte Arbeit von Ulrike Rosenbach und Klaus vom Bruch von 1977 und eine Installation mit einem 1985 entstandenen Gretchen-Dutschke-Interview von Gerd Conradt und Michaela Büscher, das um aktuelles Material ergänzt wird.

Eine kunsthistorische Sensation sind einige Arbeiten, die belegen, dass auch in der DDR Videos produziert wurden. Zu sehen ist etwa die Video-Aktion „Achtung Kamera“, die Wolf Kahlen 1980 in Ost Berlin zusammen mit A.R. Penck veranstaltete.
 

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