Tagungen

Symposium: Autonomie und Lenkung. Die Künste im doppelten Deutschland, vom 4. bis 6. April 2013 in Leipzig

Finden sich im doppelten Deutschland (1949–1990) neben zahlreichen Unterschieden auch ebenso markante Gemeinsamkeiten, was die Entwicklung von Kunst und Kultur anbelangt? Erstmals wird mit dem Symposium der Versuch unternommen, die Situation aller Künste (Literatur, Bildende Künste, Musik, Theater und Film) in einem ganz­heitlichen Zugriff kritisch zu hinterfragen.

Wann wird Kunst politisch? Welchen Einfluss haben verschiedene politische Systeme auf die Entwicklung der Kunst? Wie verhalten sich Künstler, wenn es um die Frage nach Freiheit oder Anpassung geht – sei es an politische oder an wirtschaftliche Zwänge? Das interdisziplinäre Symposium lenkt den Blick bewusst auf die gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der Künste in beiden Hälften Deutschlands.

Künstler, Wissenschaftler, Zeithistoriker und Zeitzeugen werden in Einführungsreferaten und Round­table-Diskussionen diese – nach wie vor – aktuellen und brisanten Themen in einem breit gefächerten Dialog erörtern.

Programm

Donnerstag, 4.4.2013

Altes Rathaus zu Leipzig

19.00 Uhr Öffentlicher Vortrag
Wolfgang Thierse (Berlin): Künste im geteilten Deutschland. Eine Erinnerung


Freitag, 5.4.2013

Zeitgeschichtliches Forum

9.00–13.00 Uhr
1. Zensur und Selbstzensur

Referenten:
Günther Heydemann (Dresden): Zwischen totalitärer Intention und "realer" Durchherrschung: Die Kunst in den Diktaturen in Deutschland. Ein Problemaufriss
York-Gothart Mix (Marburg): „Dem Furchtsamen rauschen alle Blätter.“ Typologische Varianten der Zensur 1949 bis 1990

10.15–10.45 Uhr Pause

Podium:
Peter Gülke (Berlin)
Martin Walser (Überlingen-Nußdorf; angefragt)
Lars Klingberg (Halle)
Laura Bradley (Edinburgh)
Helmut Loos (Leipzig)


15.00–19.00 Uhr
2. Staatskunst und Systemkritik (Loyalität und Verrat)

Referenten:
Wolfgang Emmerich (Bremen): Staatsliteratur und Systemkritik. Loyalität und Verrat
Nina Noeske (Salzburg): Musik in der DDR – Musik der DDR – DDR-Musik? Perspektiven einer Musikgeschichtsschreibung jenseits des Dualismus von Macht und Freiheit

16.15–16.45 Uhr Pause

Podium:
Michael Dreyer (Jena)
Frank Schneider (Berlin)
Sigrid Hofer (Marburg)
Annika Michalski (Leipzig)
Michael Berg (Weimar)

Fortsetzung von Seite 1

Samstag, 6.4.2013

Zeitgeschichtliches Forum

9.00–13.00 Uhr
3. Zeitkritik und Utopie

Referenten:
Pirmin Stekeler-Weithofer (Leipzig): Bewältigung der Vergangenheit im Horizont utopischer Ideale. Zur gesellschaftlichen Funktion von Kunst
Wolfgang Holler (Weimar): Quo vadis Germania? – Gerhard Richter und A. R. Penck. Zeitkritische Künstlerpositionen

10.15–10.45 Uhr Pause

Podium:
Dieter Burdorf (Leipzig)
Wilfried Krätzschmar (Dresden)
Durs Grünbein (Berlin)
Matthias Tischer (Neubrandenburg)
Frank Zöllner (Leipzig)
Karl-Siegbert Rehberg (Dresden)


15.00–19.00 Uhr
4. Medien und Manipulation

Referenten:
Siegfried Lokatis (Leipzig): Literatursteuerung in zwei deutschen Diktaturen: Übergänge, Parallelen, Unterschiede
Stephan Buchloh (Ludwigsburg): Politik und Film in der Adenauerzeit. Staatlicher Einfluss und politische Kontrolle im Film

16.15–16.45 Uhr Pause

Podium:
Carsten Dufner (Leipzig)
Klaus Michael (Dresden)
Christa Grimm (Leipzig)
Rainer Eckert (Leipzig)
Detlef Altenburg (Weimar)
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Weitere Informationen

Um Anmeldung wird gebeten bis 25. März an:
Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig
Sekretariat: Elke Kotthoff
Tel.: +49 341 71153-13
Fax: +49 341 71153-44
E-Mail: sekretariat@saw-leipzig.de

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