Meldungen zum Reisen

Tag des offenen Denkmals 2013 in Baden-Württemberg

Kastelle, Henker, Hexen und Höllenschlünde: In Baden-Württemberg geht es für Neugierige am Tag des offenen Denkmals weit zurück in die Geschichte.

Ausflugstipps

  • Überlingen

Stadtrundgang: Herausforderung Denkmalpflege
Stadtrundgang zu den Stationen: St.-Johann-Schanze, Hochbild, Judenfriedhof, Wohnkolonie, abgegangenes Siechenhaus und Rosenobelturm. Mit Stadtarchivar Walter Liehner.

Treff: 11.30 und 15 Uhr vor dem Stadtarchiv, Münsterplatz 8.
Kontakt: Walter Liehner, Stadtarchiv Überlingen, Tel: 07551/991670, E-Mail: stadtarchiv@ueberlingen.de

  • Bad Liebenzell

Denkmalrundgang: Historische Burgberganlagen
Terrassen mit Trockenmauern, vermutlich im 18. Jh. mit der Übergabe der Grundstücke an Private angelegt. Bis in die 1950er Jahre Bewirtschaftung, danach zunehmende Verbuschung, forstwirtschaftliche Auslichtung 2006. Seit 1982 Bemühungen des Schwarzwaldvereins um den Erhalt des historischen Charakters.  Mit Heiko Killinger, Schwarzwaldverein, Ortsgruppe Bad Liebenzell.

Treff: 14 Uhr Altes Notariat, Kirchstraße/Abzweigung Uhlandstraße. Dauer: ca. 2 Std.
Kontakt: Waltraud Maas, Stadt Bad Liebenzell, Stadtarchiv, Tel.: 07052/408318, E-Mail: Tanja.Michalski@bad-liebenzell.de

  • Nagold

Spurensuche zu unbequemen Denkmalen
Die Sanierung der Alten Vogtei barg viele Überraschungen für die Eigentümer. An der Neugestaltung der Stadtkirche 1968/69 schieden sich massiv die Geister. Soll ein Denkmal restauriert werden, wenn der Held heute nicht mehr verehrt wird? Unter welchen Umständen wurde das Viadukt 1933-38 und 1953-55 erbaut? Wir gehen diesen Fragen nach. Rundgang mit Judith Bruckner und Eckhart Kern.

Treff: 14 Uhr vor der Alten Vogtei, Turmstraße 26. Dauer: ca. 3 Std.
Kontakt: Dorothee Must, Stadt Nagold; Tel.:07452/681280, E-Mail: dorothee.must@nagold.de

  • Esslingen

Führung: Henker, Hexen, Höllenschlund
Vom Andenken an das Böse an Orten und Nicht-Orten. Welche Phänomene des Bösen finden ihren Niederschlag in Denkmalen? Wo gibt es keine sichtbaren Spuren mehr? Führung zu Orten der Erinnerung an schlimme Geschehnisse, Orten, an denen die Geschichte nicht baulich sichtbar ist und Orten der Verarbeitung des Bösen. Wie geht man mit dem Gedenken an schlimme geschichtliche Ereignisse angemessen um? Rundgang mit Michael Schindler, Pastoralreferent.

Treff: 13 und 15 Uhr auf dem Marktplatz. Dauer ca. 1 Stunde.

  • Karlsruhe

Führung: Sind wirklich alle Denkmale erhaltenswert?
Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Bildhauer Adolf Heer, 1897, bronzenes Reitstandbild Kaiser Wilhelm I. als Feldherr in der Uniform der preußischen Generalität. Leibdragonerdenkmal (I. Weltkrieg), 1926-29 von Kurt Edzard. Leibgrenadierdenkmal, 1924-25, Otto Gruber, Bronzegreif Karl Dietrich. Sind wirklich alle Denkmale erhaltenswert? Dieser Frage widmet sich Renate Straub

Treff: 10.45 und 12.45 Uhr am Kaiser-Wilhelm-Denkmal, Kaiserplatz.
Kontakt: Renate Straub, Stattreisen Karlsruhe e.V. Tel.: 0721/1613685, E-Mail: info@stattreisen-karlsruhe.de

  • Osterburken

Führung: Kriegerdenkmale in den Ruinen des römischen Kastells
Kohortenkastell ca. 155-260 n. Chr., erhaltenes Annexkastell ca. 190-260 n. Chr., museal präsentiertes Badegebäude vom Reihentypus, Benefiziarier-Weihebezirk. Ausgrabung ab 1895 mit Errichtung eines Kriegerdenkmals für die Gefallenen von 1870/71. Darauf bezogen: 1937 errichtetes Denkmal für die Gefallenen des I. Weltkriegs, der deutsch-franz. Konflikt wurde bewusst in Bezug gesetzt zur vergangenen Konfrontation der Römer und Germanen. Mit Dr. Jörg Scheuerbrandt.

Führung 11 Uhr durch Dr. Jörg Scheuerbrandt.
Kontakt: Römermuseum Osterburken, Tel.: 06291/415266, E-Mail: info@roemermuseum-osterburken.de

  • Welzheim

Rundgang ehemalige Polizeikommandatur und Henkersteinbruch
Ehemalige Polizeikommandatur im Dritten Reich, heute Sitz des Notariats. Zuständig für KZ Welzheim, abgerissenes Nachbargebäude, und für Hinrichtungsstätte Henkersteinbruch an der Straße von Welzheim nach Rudersberg gelegen, in den 1950er Jahren aufgefüllt. Kurzvortrag durch die Arbeitsgruppe Ausstellung KZ Welzheim über das KZ Welzheim, anschließend Gedenksparziergang zu den Gräbern der Opfer des KZ im Alten Friedhof Welzheim, Weitermarsch zum Henkersteinbruch.

Treff: 14 Uhr am Notariat, Gottlob-Bauknecht-Platz.
Kontakt: Dietrich Frey, Historischer Verein Welzheimer Wald e.V. Tel.: 07182/7981, E-Mail: dietrich.frey@gmx.de