Meldungen zum Reisen

Tag des offenen Denkmals 2014 in Bremen

Ganz im Zeichen des Handels und der Kaufleute steht das Land Bremen: Kontore, Schiffe und auch alte Wirtshäuser öffnen ihre Pforten und versetzen Sie in die große Zeit des Überseehandels.

  • Bremen-Altstadt

Baumwollbörse, Wachtstraße 17-24
1872 von Bremer Baumwollkaufleuten und -maklern gegründet. Imposantes, ursprünglich fünfgeschossiges Bauwerk 1900-02 nach Entwürfen von Johann Poppe als Kontorhaus für den Bremer Baumwollhandel errichtet. Einen der ersten Bremer Eisenskelettbauten. Rationelle Grundstücksnutzung und äußerste Funktionalität verbanden sich mit einer üppigen Neurenaissance-Fassade und prunkvoller, bis heute erhaltener Innengestaltung. Farbige Akzente setzen die Mosaike im Vestibül von Puhl und Wagner, Berlin.

Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals: zu den Führungen (sonst nicht geöffnet)
Führungen 11, 12, 13 und 14 Uhr, max. 25 Personen pro Führung, kostenlose Teilnahmekarten sind an der Rezeption 8.-12.9., 14 - 17 Uhr erhältlich
Kontakt: Elke Hortmeyer, Tel.: 0421 3397016, E-Mail: hortmeyer@baumwollboerse.de

  • Bremen-Mitte

Haus des Reichs, Rudolf-Hilferding-Platz 1
Ehemaliger Verwaltungsbau der Nordwolle, ein weltweit tätiger Großkonzern. Errichtet 1928-30 nach Entwürfen der Bremer Architekten-Brüder Hermann und Eberhard Gildemeister. Nach dem Konkurs der Nordwolle ging das Kontorhaus als Haus des Reichs in den Besitz des Staates, heute Sitz der Finanzbehörden. Ausgedehnte Vierflügel-Anlage. Stahlbetonskelettbau mit Ausfachung und Verkleidung der Straßenfronten aus Obernkirchener Sandstein besitzt im Hof Putzfassaden mit Werksteingliederungen und Terrakottaformteilen. Verhaltene Moderne mischt sich mit Einflüssen des Expressionismus. Im Inneren gediegene und qualitätvolle Ausstattung im Sinne des Art Déco.

Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals: 11 - 18 Uhr (sonst Mo - Do 9 - 15, Fr 9 - 13 Uhr geöffnet)
Führungen 11.30, 12.30 und 15 Uhr, kostenlose Teilnahmekarten ab 11 Uhr vor dem Haupteingang erhältlich, 14 und 16 Uhr Themenführungen: »Versteckte Botschaften: Farben im Nordwollehaus«
11 - 17 Uhr Angebote für Kinder: Suchspiel-Bogen
Kontakt: Gundula Rentrop, Finanzbehörde, Tel.: 0421 36190417, E-Mail: gundula.rentrop@finanzen.bremen.de

Villa Ichon
1849 zunächst als Vorstadthaus des Spätklassizismus errichtet. 1871 ließ der damalige Besitzer Feuerstein das Haus durch Johann Georg Poppe, im Stil der Neurenaissance umbauen. 1893 erwarb Poppe selbst die Villa als Wohnsitz. Ab 1925 Wohnhaus des Direktors der Bremer Schaubühne. Anfang der 1980er Jahre erfolgte die denkmalgerechte Instandsetzung durch den Mäzen Klaus Hübotter und seinen Architekten Peter Schnorrenberger. 1984 mit dem Deutschen Preis für Denkmalschutz ausgezeichnet. Originale, teilw. aus Holz bestehende Ausstattung, dient heute dem Verein Freunde und Förderer der Villa Ichon in Bremen für seine kulturelle Friedensarbeit. Lichte Stadtvilla mit goldenem Saal und blauem Rokoko-Kachelofen im Grünen.

Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals: 14 - 17 Uhr (sonst auch geöffnet)
Führungen 15 und 16 Uhr. Kunsthistorische Führungen mit musikalischer Begleitung mit Edna Eversmeier, Violine und Johannes Barschke, Gitarre
Ausstellung von Kaltnadelradierungen und Skulpturen im Außenbereich
Kontakt: Villa Ichon, Tel.: 0421 327961, E-Mail: kontakt@villa-ichon.de

  • Bremerhaven-Geestemünde

Dampfer Welle, Herwigstraße 49, Liegeplatz im Fischereihafen
Letztes erhaltenes Dienstschiff der Weserkorrektion, Stapellauf 1915 als Bereisungs- und Schleppdampfer. Als hässlich umgebautes Gastronomie-Schiff 1994 an der Bremer Schlachte gesunken. Der Verein Dampfer Welle e.V. treibt die authentische Wiederherstellung voran. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals: 10 - 17 Uhr (sonst zu Veranstaltungen und auf Anfrage geöffnet)
Vereinsmitglieder erklären das Schiff und Arbeiten an Bord
Kontakt: Bernd Meyer, Tel.: 0421 274775, E-Mail: bernd.meyer@web.de oder: Bodo C. Wenz, Tel.: 0421 545750, E-Mail: bodo_c_wenz@gmx.de

  • Bremerhaven-Weddewarden

Friesenstube im ehemaligen Gasthaus Schloss Morgenstern, Burgstraße 1
Altdeutsche Wirtshausstube von 1882, Versammlungsort des Heimatgeschichtsvereins Männer vom Morgenstern um den Schriftsteller Hermann Allmers. Gasthaus und Verein benannt nach der legendenhaften Zwingburg des Bremer Erzbischofs, deren Gründungsmauerreste man bei der Errichtung des Gasthauses gefunden zu haben meinte. Stube mit Holzvertäfelungen, Ausmalungen und historischen Texten im altdeutschen Stil. Seit Anfang 2012 wieder Domizil der Männer vom Morgenstern.

Öffnungszeiten am Tag des offenen Denkmals: 10 - 17 Uhr (sonst Di 15 - 19 und Sa 10 - 13 Uhr geöffnet)
Führungen 10 - 16 Uhr stündlich durch Dr. Nicola Borger-Keweloh
Kontakt: Männer vom Morgenstern e.V., Tel.: 0471 3080658, E-Mail: vorstand@m-v-m.de