Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des Offenen Denkmals 2016 in der Schweiz

»Oasen« – dies ist das Thema für den diesjährigen Tag des Offenen Denkmals in der Schweiz. Inhaltlich schließen die Organisatoren damit an die Kampagne »Gartenjahr 2016 – Raum für Begegnungen« an und rücken somit schützenswerte Orte der Entspannung in den Vordergrund. Das Spektrum reicht dabei von botanischen Gärten, über Kulturlandschaften bis hin zu Gartenstadtsiedlungen. Die Besucher erhalten so einen Einblick in die Geschichte hinter der liebsten Entspannungsoase, welchen man nach getaner Arbeit aufsucht um die Seele baumeln zu lassen. Am 10. und 11. September heißt es also dieses Jahr in der Schweiz: Entspannen, Entdecken und Erleben.

Eine Veranstaltung widmet sich dabei einem sehr beliebten und bekannten Urlaubsziel– Balkonien. Anhand verschiedener Beispiele werden im Rahmen dieser Führung sowohl die Geschichte, als auch die Funktion dieses ganz privaten Oasen beleuchtet. Die Besucher erwartet somit ein erfrischender Perspektivenwechsel auf das Alltägliche.

     

  • St. Gallen

    

10. September 12 und 17 Uhr
Komm, wir gehen nach Balkonien!
Führung

Leimatstrasse 7, St. Gallen
Balkone prägen seit dem 19. Jahrhundert das Stadtbild von St. Gallen zunehmend mit. Die Führung zu und in Wohnbauten rund um die Dianastrasse geht diesem Bauelement mit Blick auf unterschiedliche Epochen auf die Spur. Balkone, aber auch Loggien, Terrassen, Veranden oder Wintergärten sind Schnittstellen zwischen Innen- und Aussenräumen und verbinden damit die öffentliche und private Sphäre. Anhand eines Biedermeierhauses von 1850, Mehrfamilienhäusern aus den 1930er Jahren, einer Überbauung aus den 1970er Jahren sowie weiteren Objekten wird aufgezeigt, wie sich Balkone im Verlauf der Zeit verändert haben. Dabei haben sich nicht nur ihre Gestalt, sondern auch ihre Funktionen gewandelt: Waren sie einst Orte, wo Getreide nachreifte und trocknete, so dienten sie um 1900 mit ihren Glasmalereien der Repräsentation. Wenig später wurden sie für Kurzwecke entdeckt und schliesslich als grüne Oasen, auf denen – nicht selten mit Ausblick auf die umliegenden Berge – heute die Freizeit verbracht wird. Führungen durch Nina Keel und Marina Spörri, Kunsthistorikerinnen.
Homepage: www.denkmalpflege.stadt.sg.ch

             

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