Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des Offenen Denkmals 2017 in Hamburg

Die Hansestadt erlaubt Blicke in Historische Krankenhäuser und Kaffeebörsen, bietet Blicke in die Gartenkunstgeschichte und prächtige Gebäude.

14 Uhr (sonst teilweise geöffnet)
Altonaer Kinderkrankenhaus
Jeweils am 9. und 10.9. Führungen durch die historischen Gebäude mit Besichtigung des Donnersaals, der Heinemannhalle, historischer Flure und Kellergänge und der wiederhergestellten Brunnenanlage vor dem ursprünglichen Haupteingang.
Bleickenallee 38, 22763 Hamburg Altona Ottensen
Das seit 1859 bestehende Altonaer Kinderkrankenhaus zog 1914 um in einen großzügigen und modernen Neubau in der heutigen Bleickenallee. Die Gebäude bilden zusammen mit der ehemaligen Frauenklinik, dem Gymnasium Altona und dem Lankenau-Stift ein Denkmalensemble und verdanken sich selbst einer Stiftung.

10 - 18 Uhr
Dehmelhaus
Führungen nach Bedarf

Richard-Dehmel-Straße 1, 22587 Hamburg Altona Blankenese
Das Künstlerhaus des um 1900 sehr bedeutenden Dichters Richard Dehmel und seiner Frau Ida, Gründerin der Künstlerinnengemeinschaft GEDOK, wurde 1912 mit Hilfe des Architekten Walther Baedeker im Reformstil errichtet. Das Gebäude repräsentierte die Persönlichkeit und die ästhetischen Vorstellungen des Dichters. Ida Dehmel machte es zu einem privaten Forum für Kunst. Von dem einstigen Gesamtkunstwerk blieb in den drei zu besichtigenden Räumen die originale, von Dehmel gestaltete Einrichtung erhalten. 2014-16 wurden Haus und Inventar unter Leitung von Alk Friedrichsen umfassend restauriert.

14 - 18 Uhr (sonst als Hotel geöffnet)
Ehemalige Kaffeebörse
Am 9. und 10.9. stündlich Vorträge

Pickhuben 3, 20457 Hamburg Mitte Hafencity
Um den großen Anteil Hamburgs am Welthandel mit Kaffee nach der Einführung von Terminmärkten in Le Havre und New York zu erhalten, wurde 1887 auf Betreiben des Vereins der am Caffeehandel beteiligten Firmen die Hamburger Kaffeebörse im Block O der Speicherstadt eingerichtet. 1944 zerstört, entstand 1955-59 der neue Block O mit Kontoren der Kaffeehändler und zwei Lagerhäusern für Rohkaffee sowie die Kaffeebörse in Block G (Werner Kallmorgen, Börse mit Schramm und Elingius). Flacher Bau mit Sandsteinplattenfassade, großes buntverglastes Fenster, flaches Segmentbogendach. Die Börse verlor in den 1960er-Jahren an internationaler Bedeutung. Im Kontorhaus und Börse eröffnete 2014 ein Hotel.
Homepage: www.ameronhotels.com/de/hotel-speicherstadt-hamburg
Ansprechpartner: Carolina Kluge, Ameron Hotel Speicherstadt, Tel.: 040 638589930, E-Mail: kluge@hotel-speicherstadt.de

Geöffnet am 9.9. 10.30 - 13 Uhr (sonst nicht geöffnet)
Neidlinger Haus
Führungen 10.30 und 11.30 Uhr durch Bruno Brandi und Hans Thalgott

Michaelisbrücke 1-3, 20459 Hamburg Mitte
Der von dem Architekten J. Grotjan für Georg Neidlinger geplante Kopfbau zur Michaelisbrücke wurde 1886 erbaut. Die hochgründerzeitliche Fassade im Stil der Neurenaissance steht frei vor dem neu geschaffenen Fleetmarkt. Charakteristisch für die Anfänge Hamburger Kontorhausarchitektur sind die oberen Wohngeschosse mit den darunter gelegenen großflächig verglasten Geschäftsetagen. Architekt Bruno Brandi hat dieses Gebäude zusammen mit den übrigen Kontor- und Lagerhäusern saniert und erzählt von der Baugeschichte und dem Erbauer Georg Neidlinger, Gründer der Singer Nähmaschinen AG. Architekt Hans Thalgott berichtet über die Umbauarbeiten im Marinehof. Ein Besuch im Antiquariat Lührs schließt sich an.
Ansprechpartner: Bruno Brandi, Tel.: 040 39993880 oder 0173 4005556, E-Mail: info@brunobrandi-architekt.de | Hans Thalgott, Tel.: 040 249277

Am 9.9. zu den Veranstaltungen geöffnet
Römischer Garten
11 und 14.30 Uhr Vorträge mit Dr. Oliver Breitfeld, Gartenhistoriker: Der Römische Garten, zwei Jahrhunderte hanseatischer Familien- und Gartenkunstgeschichte

Falkensteiner Ufer 26a, 22587 Hamburg Altona Blankenese
Im 19. Jh. durch Julius Richter und seinen Bruder Emilio Richter, Kunstgärtner in Rom, angelegt, wurde der Römische Garten durch Else Hoffa, Obergärtnerin der Familie Warburg, 1913-25 erweitert und ausgestaltet. Botanische Kostbarkeiten und Gartenkunst gedeihen nur durch Kenntnis, ausreichende Mittel und Zeit. Heute sichert die Gartendenkmalpflege den Bestand.

11 Uhr
Rundgang: Arbeiterhäuser zwischen Macht und Pracht
Treffpunkt: Berner Heerweg 441, Treffpunkt, 22159 Hamburg Wandsbek Farmsen-Berne
Die 1919-29 errichtete Gartenstadt gilt als beispielhaft für genossenschaftliche Siedlungen. Harmonie, Proportionen und Raumgefühl, diesen Werten waren die Architekten Prestinari und Ostermeyer beim Entwurf des Ensembles verbunden. Am Tag des offenen Denkmals referiert Bewohner und Mitglied der Initiative Klaus Richter-Flubacher über die Themen: die Arbeitersiedlung, Haus und Garten als Emanzipation, die Macht und Pracht der Arbeiter, Selbstversorger und Miterbauer einer beispielhaften Siedlung. Ein zukunftsfähiges, aber bedrohtes Konzept, das der Nachwelt erhalten werden muss.