Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des Offenen Denkmals 2017 in Sachsen-Anhalt

Natürlich müssen Sie kein Frühaufsteher sein, wenn Sie in Sachsen-Anhalt am Tag des Offenen Denkmals unterwegs sein wollen. Spannende Aktionen von Schlosserkundungen bis hin zum Lustwandeln in historischen Gartenanlagen gibt es hier für alle Neugierigen.

  • Aschersleben

10 - 13 und 14 - 16 Uhr (sonst teilweise mit Stadtführer geöffnet)
Flächendenkmal - Stadtbefestigungsanlage
k. A., 06449 Aschersleben
Die Erlaubnis zur Erweiterung der Stadtmauer wurde 1322 erteilt. Die Befestigungsanlage hat eine Länge von ca. 2 km und stammt aus dem 15. und 16. Jh. Diverse Türme sind in gutem Zustand erhalten. Die dickste Befestigungsanlage, das sog. Rondell, wird heute noch genutzt. Einige Türme sind nur zum Tag des offenen Denkmals zugänglich. Als Fußgänger empfiehlt es sich, der innerstädtischen Stadtbefestigungsroute zu folgen. Diese führt durch den Promenadenring, dem ehemaligen Wassergraben.
Homepage: www.aschersleben-tourismus.de
Ansprechpartner: Tourist-Information, Tel.: 03473 8409440, E-Mail: info@aschersleben-kulturanstalt.de

  • Braunsbedra

10 - 17 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet)
Schloss Unterhof
Führungen 11, 14 und 16 Uhr durch den Schlossherrn, Bootsfahrt auf die Insel des Schlossteichs, Turmbesteigung und Besichtigung des Verlieses möglich.

Unterhof, 06259 Braunsbedra Frankleben
Mittelalterliche Wasserburg, 1326-1945 im Besitz derer von Bose. 1597-1603 als Renaissance-Vierflügelanlage neu errichtet. Arkadenhof mit toskanischen Säulen, am und im Schloss Bildhauerarbeiten, geschnitzte Holzbalkendecken, Stempelstuckdecke, sog. Fünfsinnezimmer mit Ausmalung des 16. Jhs., Verlies. Heute wird das Schloss als Pilgerherberge, Standesamt und Reiterhof genutzt und bietet Raum für Konzerte, Lesungen und Ausstellungen.
Homepage www.schloss-frankleben.de
Ansprechpartner: Dr. Franz Pacher von Theinburg, Tel.: 01525 3788480, E-Mail: pt@span-it.de

  • Gardelegen

11 - 17 Uhr
Dorfkirche
Führungen nach Bedarf durch den Ipse excitare e.V., 14 Uhr Präsentation zu den aktuellen Konservierungsarbeiten der Deckenmalereien - Ausblick auf Integration der Deckenelemente in die neue Kirchendecke.

Ipser Dorfstraße 36, 39638 Gardelegen Ipse
Wahrscheinlich in spätgotischer Zeit auf romanischem Vorgängerbau errichtet. Anhebung des Bodenniveaus im Innenraum. 1429 Erwerb durch die Familie von der Schulenburg. 1689 Einbau der Prieche, 1722 Turmverkleinerung. Bei Sanierung Freilegung spätgotischer Wandmalereien. Farbstrukturen am Pietra Rasa-Außenputz erhalten. Aktuell in Sanierung: Deckenmalereien aus dem 15./ 16. Jh.
Homepage: www.gardelegen.de/kultur/sehenswuerdigkeiten/#list
Ansprechpartner: Tilo Mottschall, Ipse excitare e.V., Tel.: 03907 7794750, E-Mail: ipse.excitare@web.de
Kristin Wießel, Gemeindekirchenrat Ipse, Tel.: 0170 5811826, E-Mail: kristin.wiessel@metallbau-schulze.net

  • Halberstadt

10 - 17 Uhr (sonst auf Anfrage geöffnet)
Höhlenwohnungen
Führungen nach Bedarf durch Langensteiner Höhlenwohnungen e.V.

Schäferberg, 38895 Halberstadt Langenstein
In Sandstein geschlagen. Sie sind Zeugnis einer früheren Wohnkultur in Deutschland. Die älteste Höhlenwohnung befindet sich auf dem langen Stein, ein Sandsteinhöhenzug auf dem ursprünglich die Altenburg lag. Originalgetreu restauriert und eingerichtet mit Wohnstube, Küche und Schlafraum ca. 30 qm. Letzte Wohnhöhle, Nr. 11, bis 1916 bewohnt. Weitere Wohnhöhlen sind am Schaferberg zu sehen.
Homepage: www.halberstadt.de/de/pauschalreise-buchen/hoehlenwohnungen-in-langenstein-20030854.html
Ansprechpartner: Herr Schwalbe, Langensteiner Höhlenwohnungen e.V., Tel.: 03941 602108

  • Magdeburg

14 - 18 Uhr (sonst zu Veranstaltungen geöffnet)
Gesellschaftshaus
Führungen 14.15 und 16.15 Uhr durch Dr. Carsten Lange, Leiter des Telemann-Zentrums

Schönebecker Straße 129, 39104 Magdeburg Buckau
Von Karl Friedrich Schinkel als zentraler Mittelpunkt des Klosterbergegartens entworfen. Ab 1880 umfangreiche Änderungen der Parkgestaltung. 1922 wurde der Schinkel-Saal durch Maler Wilhelm Höpfner neu ausgestaltet. 1924 Errichtung der Treppenanlage vom Inselteich zum Südbrückenzug der Friedrich-Ebert-Brücke, der heutigen Sternbrücke. Seit 2005 Sitz des Telemann-Zentrums. Im 19. Jh. diente der Bau der Veranstaltung von Bällen und somit der Präsentation von Macht und Pracht eines erstarkten Bürgertums. Das Rahmenprogramm beinhaltet dementsprechend Formen bürgerlicher Unterhaltung des 19. Jhs. wie Hausmusik und Papiertheater.
Ansprechpartner: Gesellschaftshaus Magdeburg, Tel.: 0391 54067770, E-Mail: gesellschaftshaus@gh.magdeburg.de

  • Osterwieck

13 und 15 Uhr
Führungen zum Motto Macht und Pracht
Treffpunkte: 13 Uhr am Heimatmuseum, 15 Uhr am Infostand Kulturlandverein, 38835 Osterwieck
Die vom Tourismusverein und vom Kulturlandverein ausgearbeiteten und geleiteten Rundgänge führen zu den besonderen Bauten der Stadt mit prächtigen, vielfältig geschmückten Fachwerkfassaden und kunstvoll geschnitzten Inschriften. Die Erbauer waren meist wohlhabende Bürger der Stadt: Bürgermeister (zu sehen in der Schützenstr. 2 von 1579 mit zwei Bürgermeisterwappen, in der Nikolaistr. 2, der sog. Alten Post 1618 von der Bürgermeisterfamilie Röver erbaut, im Haus des Bürgermeisters Wicken von 1537 in der Kapellenstr. 1 und am Haus im Hagen 24 von 1533), Ratsherren (deren Macht in der Nikolaikirche aus dem 13. Jh. und am Rathaus selbst gezeigt wird) und Gildenmeister (ersichtlich am Haus des Gildenmeister der Knochenhauer von 1580). Auch die kirchliche Machtentfaltung findet ihre Repräsentation in der Alten Vogtei von 1533, im Alten Diakonat von 1569 und im Haus des Pfarrers Winkel von 1570 wieder.
Ansprechpartner: Liselotte Thiele, Tel.: 05331 73988, E-Mail: liselotte.thiele@gmx.de

  • Rogätz

10 - 18 Uhr (sonst nicht geöffnet)
Schloss Heinrichshorst
Führungen nach Bedarf durch den Verein zur Erhaltung. Schlossbesichtigung, Ausstellung historische Gewänder und Kunstfotografie von Viona Ielegems, Kaffee und Kuchen, leckeres vom Grill, Schlossladen.

Heinrichshorst 1, 39326 Rogätz Angern
1899 vom Schweizer Architekten Jacques Gros erbaut. Es war als Sommerresidenz und Jagdschloss konzipiert. 1893 hatte der Brauereibesitzer Gustav Wernecke aus Magdeburg das zu Rogätz gehörende Forstgut Heinrichshorst gekauft, das im Februar 1899 ein selbständiger Gutsbezirk wurde. Das im Schweizer Holzbaustil gefertigte Schloss war 1949-90 ein Kinderkurheim. Zzt. ist es in Privatbesitz und wird für Veranstaltungen und zu Wohnzwecken genutzt.
Homepage: www.heinrichshorst.com | www.facebook.com/schloss.heinrichshorst
Ansprechpartner: Viona Ielegems, Tel.: 039363 97763, E-Mail: viona@heinrichshorst.com
Dirk Standaert, Tel.: 039363 97763, E-Mail: dirk@heinrichshorst.com

  • Wernigerode

10 Uhr
Historischer Park
Gartenführung Wandeln durch den historischen Lustgarten 10 Uhr durch Frau Seiler, Stadt Wernigerode

Treffpunkt: Löwentor, Am Lustgarten, 38855 Wernigerode
1571 als erste Gartenanlage durch Graf von Stolberg in Wernigerode angelegt, 16./17. Jh. Renaissancegarten, später Barockgarten mit Orangerie und Palmenhaus. Um 1870 englischer Landschaftsgarten, 1944 durch Bombenangriffe stark beschädigt, seit 1950 Erhalt und Ergänzung.
Ansprechpartner Frau Seiler und Herr Schmidt, Stadt Wernigerode, Sachgebiet Grünanlagen, Tel.: 03943 654670, E-Mail: frank.schmidt@wernigerode.de

  • Zeitz

10 - 17 Uhr
Lutheridenbibliothek
Bibliotheksführungen stündlich durch Sigrid Ritter u. a.

Schlossstraße 6, 06712 Zeitz
Im Torhaus des Schlosses Moritzburg untergebracht, das 1661-72 von Herzog Moritz im frühbarocken Stil als östlicher Zugang zum Schloss erbaut wurde. Viergeschossiger Bau mit quadratischem Grundriss, steinernem Wappenrelief und Turmaufsatz. 1996-2007 Gesamtsanierung und seitdem Nutzung als kunst- und museumspädagogisches Zentrum, als Stiftsbibliothek und als Lutheridenbibliothek mit Archiv.
Homepage: www.fv-lutheriden-bibliothek.de | www.zeitz.de/de/lutheridenbibo_moritzburg.html
Ansprechpartner: Sigrid Ritter, Tel.: 03441 310691 oder 6857150