Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des Offenen Denkmals 2018 in Brandenburg und Berlin

Berlin und Brandenburg beherbergen einige echte Denkmalschätze. Die präsentieren sich am Tag des Offenen Denkmals natürlich und laden dazu ein, das Motto des Tages zu erkunden.

  • Berlin

10.00 –13.00 Uhr
Kleingärtner-Laube aus der Kaiserzeit
Führungen nach Bedarf durch die Traditionsgruppe der Kleingärtner

Tino- Schwierzina-Straße 26, 13089 Berlin Pankow
Erbaut 1905 am damaligen Stadtrand von Berlin. Patienten einer Heilanstalt sollten gesund werden durch gärtnerische Arbeit an der frischen Luft. Arme Familien mit vielen Kindern wurden bei der Vergabe bevorzugt.

11:00 Uhr
S-Bahnhof Nikolassee
Führung durch Hajo Mattern, Architekt

Treffpunkt: Vor dem Bahnhof, Hohenzollernplatz 6, 14129 Berlin Steglitz-Zehlendorf
Das Empfangsgebäude des Bahnhofes Nikolassee mit Gewerbeeinheiten und Wohnungen wurde 1901/02 nach Plänen der Architekten Paul Vogler und Fritz Bräuning im Stil der Bürgergotik errichtet. Die bisher kahle, schmucklose Halle wurde mit nach originalem Muster gebrannten Fliesen nach ursprünglichen Plänen der Architekten räumlich gefasst und gestaltet. Ein neu errichteter Pavillon nimmt die Gestaltung sowie Materialwahl und Farbgebung des auf dem Bahnsteig bestehenden historischen Bahnsteighäuschens auf.
Ansprechpartner: Hajo Mattern, mattern-architekt[at]snafu.de

12.00, 12.45, 13.30, 14.15, 15, 15.45, 16.30 und 17.15 Uhr
Ehemalige Schultheiss-Mälzerei
Führungen: Malzreisen

Bessemerstraße 2/14, 12103 Berlin Tempelhof-Schöneberg
Zum Tag des offenen Denkmals lädt die ehemalige Schultheiss-Mälzerei, 1914-17 von Schlüter errichtet, zu Malzreisen durch die Fabrik ein. In den begleiteten Touren erfahren die Besucher, wie aus Gerste Malz wird und erhalten einen Einblick in das Denkmal, welches noch zahlreiche Einbauten und Artefakte aus seiner über 100-jährigen Geschichte bewahrt. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Ansprechpartner: Sally Grabosch, IGG Malzfabrik mbH, 030 91570511, sg[at]malzfabrik.de

15.00 Uhr
Rundgang: Ehemaliger Rangierbahnhof Charlottenburg - Initiative Westkreuzpark
Treffpunkt: Eingang zur Kleingartenkolonie, Rönnestraße 28, 14057 Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf
Zwischen 1882 und 1945 befand sich auf dem Gelände der Rangierbahnhof Charlottenburg. Die Reste der dort endenden Stadtbahn finden sich in Form von Gleisen, Prellbocks und Arbeitshäusern. In unmittelbarer Umgebung liegen seit über 100 Jahren Kleingartenkolonien. In den nächsten Jahrzehnten soll hier der Westkreuzpark entstehen und zu einem Naturdenkmal entwickelt werden. Auf dem Rundgang führt Joachim Neu vom ehemaligen Rangierbahnhof Charlottenburg zum zuküntigen Westkreuzpark.
Ansprechpartner: Joachim Neu, Initiative Westkreuzpark, 030 3236810, joachimneu[at]westkreuzpark.de

  • Bernau

14.00 Uhr
Vortrag von Ulrich Buhrow: 1829 Turmbau zu BirSachs und sein hochkarätiges Bauteam
Dorfgemeinschaftshaus, Birkholzer Dorfstraße 6, 16321 Bernau
Ansprechpartner: Ulrich Buhrow, Vorsitzender Förderverein Dorfkirche Birkholz e.V., 03338 756153, pagemaster-ub[at]web.de

  • Breese

14.00 Uhr
Führung: Runddorf Kuhblank
Treffpunkt: Rundling Kuhblank, 19322 Breese
Die gut erhaltene und liebevoll gepflegte Dorfanlage steht heute unter Ensembleschutz. Auch die Nachbardörfer Groß Breese und Klein Breese waren noch im 19. Jh. Runddörfer, bis sie durch Großfeuer niederbrannten. Führung durch den Heimat-, Geschichts- und Kulturverein Breese - Groß Breese - Kuhblank e.V.
Ansprechpartner: Silke Last, Vorsitzende Heimat-, Geschichts- und Kulturverein Breese - Groß Breese - Kuhblank e.V., 03877 403645, silke.last[at]t-online.de

  • Potsdam

11.00 – 17.00 Uhr
Alexandrowka 12
Führungen zur vollen Stunde durch die Bewohner, Restaurierungsatelier Pucalka stellt sich vor

Russische Kolonie 12, 14469 Potsdam Nauener Vorstadt
Seit 1977 steht die Kolonie Alexandrowka unter Denkmalschutz und gehört heute zum Welterbe der Unesco. Die Russische Kolonie 12 ist eines der 14 im russischen Stil erbauten Häuser, die als Denkmal zu Ehren von Zar Alexander 1826 erbaut wurden. 1998 Beginn der denkmalgerechten Instandsetzung, nach vielen alten Befunden sind historische Innenräume und Außenansichten restauriert, Schablonenmalereien, Garten in der Lenné-Anlage. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

  • Storkow (Mark)

10.00 – 17.00 Uhr
Burg
20 Jahre Naturpark Dahme-Heidenseen: Veranstaltungen im Burghof und auf den Burgwiesen

Schlossstraße 6, 15859 Storkow (Mark)
1209 erste Erwähnung, wiederaufgebaute Burganlage mit Fachwerkhaus, Renaissanceschloss aus dem 16. Jh., überdachter Freilichtbühne und Aussichtsplattform. Unverputzte Wandflächen, eine der ältesten Burganlagen Ostbrandenburgs. Heute modernes Kulturzentrum mit der Dauerausstellung »Mensch und Natur – eine Zeitreise« und Sonderausstellungen.
Ansprechpartner: Tourist-Information Storkow, tourismus[at]storkow.de, 033678 73108

  • Wusterhausen

11.00 – 18.00 Uhr
Historisches Fachwerkhaus
Führungen auf Anfrage durch Dipl.-Ing. Thomas Fleischer

Kyritzer Straße 6, 16868 Wusterhausen
Zweigeschossiges Fachwerkhaus mit Satteldach, Hauptbauzeit 1695, dendrochronologisch datiert. Straßenseitig als Stockwerksbau, hofseitig als Geschossbau abgebunden. Dachwerk als Kehlbalkendach ausgeführt, in Firstachse Längsaussteifung, in Vorbereitung einer denkmalgerechten und substanzschonenden Instandsetzung zur eigenen Nutzung als Wohnhaus. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.