Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des Offenen Denkmals 2018 in Hessen

Ob Jugendstil, Megalithanlage oder Handwerk – Hessen lockt alle Denkmalbegeisterten am Tag des Offenen Denkmals mit einigen besonderen Schätzchen!

  • Bad Nauheim

ab 10.00 Uhr
Badehäuser und Fürstenbad
13. Jugendstilfestival im Sprudelhof, Führungen

Nördlicher Park 3, Sprudelhof 61231 Bad Nauheim
Badehaus 2 und Fürstenbad: Schwarzlotmalerei-Fenster mit symmetrisch angeordneten Vogelpaaren. Honigfarbene Terrakottareliefs. Längsseitige Frieszonen mit Abbildungen von Gestalten der Mythologie. Badehaus 3 und 5: Die Wände des Wartesaals des Badehauses sind mit violett-braunem Lahnmarmor verkleidet, den im Badehaus 5 ein umlaufendes Goldmosaik ziert. Farbige, ovale Fenster aus Opaleszenzglas setzen kräftige Akzente. Die Brunnen im Schmuckhof erinnern an barocke Grotten und sind mit Wassergetier des Jugendstils verziert. Badehaus 7: Der keramische Schmuckhof mit umlaufendem Arkadengang erinnert an klösterliche Kreuzgänge. Sockel, Kapitelle, Pflanzkübel und Bänke sind mit Wassertieren verziert. Die Wartehalle des Architekten Jost ist mit Scharffeuerkeramik in den Farbtönen Grau, Braun, Grün und Weiß ausgekleidet.

  • Borken

10.00 – 18.00 Uhr
Altes Amtshaus
Führungen nach Bedarf

Sternstraße 17, 34582 Borken Großenenglis
Nach der Kriegszerstörung von 1635 wurde der Hof wieder aufgebaut. 1686 wurde das Amtshaus von Georg Philipp von Meysenbuch in seiner heutigen Form aus- und umgebaut. Es handelt sich um einen stattlichen Fachwerkbau auf einem massiven Sandsteinsockel sowie einem Zwerchgiebel über dem Eingangsportal. Im Augenblick wird es noch restauriert.
Ansprechpartner: Markus Aigner, Tel.: 05682 409877, E-Mail: markus-aigner@freenet.de

  • Buseck

11.00 – 17.00 Uhr
Brandsburgscheune
Historischer Vortrag, Musikalische Darbietung, Ausstellung, Führungen 12.00 und 13.00 Uhr

Brandgasse 8A, 35418 Buseck Alten-Buseck
Um ca. 1740 errichtet, gehört zur ehemaligen historischen Brandsburg. Bei der Scheune handelt es sich um ein zweigeschossiges Fachwerkgebäude mit einem dreifach unterteilten Krüppelwalmdach. Weitestgehend im Originalzustand unverändert, bietet sie ein ungestörtes, fast museales Bild, sowohl außen als auch im Inneren.
Ansprechpartner: Jürgen Herfurth, Förderverein Brandsburgscheune, Tel.: 06408 547353, E-Mail: nassherfurth@t-online.de

  • Fritzlar

10.00 – 18.00 Uhr
Steinkammergrab
Führungen: Replikate der Funde aus dem Steinkammergrab, Herstellung der Beziehung zu den Gräbern in Spanien, Frankreich und Deutschland sowie der bis nach Russland führenden Verbindungen.

Zwischen Züschen und Lohne in der Gemarkung Lohne, 34560 Fritzlar Züschen
Die vorgeschichtliche Megalithanlage, auch Steinkiste genannt, liegt auf einem Feld zwischen den Fritzlarer Ortsteilen Züschen und Lohne in Nordhessen. Es ist ein Galeriegrab, eines der bedeutendsten Exemplare seiner Art, und stammt aus dem 4. bis 3. Jahrtausend v. Chr. Wegen seiner eingeritzten Bildzeichen nimmt es eine Sonderstellung unter den Megalithanlagen vom Typ Züschen der Wartberg-Kultur ein.
Ansprechpartner: Wolfgang Schütz, Tel.: 05665 5563 oder 0172 563346, E-Mail: schuetz.wolfgang@web.de

  • Marburg

14.00 Uhr
Besichtigung: Historische Wasserversorgung

Treffpunkt: Gisonenweg 2, Carl-von-Duisberg-Haus 35037 Marburg
Besichtigung des Gewölbes vor dem Carl-von-Duisberg-Haus, der Leitungen in den Kasematten, der Tiefbrunnen im Schloss und des modernen Wasserreservoirs unter der Schlossparkbühne, mit Elmahr Brohl, ehemaliger Baudirektor.
Ansprechpartner: Markus Klöck, Untere Denkmalschutzbehörde Marburg, Tel.: 06421 2011634, E-Mail: markus.kloeck@marburg-stadt.de

  • Reinhardshagen

11.00 Uhr
Führung: Hofkünstler und Fachkräfte rund um das Bergamt Veckerhagen
Treffpunkt: Kasseler Straße 55, An der Eisenhütte 34359 Reinhardshagen Veckerhagen
Die Eisenhütte Veckerhagen gibt Einblicke auf die Arbeiten verschiedener Handwerker. Die Erfinder Dennis Papin und C. A. Henschel, der Chemiker R. W. Bunsen und Architekten wie Bromeis, Klenze oder der Bildhauer C. A. Ketschau aus Merseburg waren Hofkünstler in Veckerhagen. An der Barockkirche in Veckerhagen arbeiteten die drei Hofarchitekten Jussow, Diede und Hisner mit. Bei der Erweiterung des Schlosses Veckerhagen wirkte um 1723-30 Architekt Giovanni Ghezzi. Führung mit Dr. Siegfried Lotze.
Ansprechpartner: Gemeinde Reinhardshagen, Tel.: 05544 950721, Dr. Siegfried Lotze, Tel.: 05544 1357

  • Schwalmstadt

14.00 Uhr
Siedlungsführung Frankenhain
Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus 34613 Schwalmstadt Frankenhain

Die 1701 durch Landgraf Carl gegründete Hugenottensiedlung ist ein Straßendorf mit einer ursprünglich nur einseitigen Bebauung. Die ersten dürftigen Hütten wurden im Verlauf des 18. Jhs. durch Fachwerkhäuser ersetzt. 1750 errichteten die französischen Glaubensflüchtlinge eine eigene kleine Kirche. Stationen sind der ehemalige Friedhof, die Kirche, die Wasserschöpfstelle am alten Treysaer Wassergraben und die Fachwerkhäuser in der Landgraf-Karl-Straße. Herr Darmstadt, Herr Happel, Frau Schneider-Scholz und Herr Raubert begleiten den Rundgang.
Ansprechpartner: Bernd Raubert, Stadtgeschichtlicher Arbeitskreis e.V. , Tel.: 06691 22504, E-Mail: braubert@aol.com, Reinhart Darmstadt, Heimat- und Geschichtsverein Frankenhain, Tel.: 06691 22821, E-Mail: darmstadts@t-online.de