Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des offenen Denkmals 2018 in Nordrhein-Westfalen

Kohleförderung und Stahlproduktion haben ihre Spuren in Nordrhein-Westfalen hinterlassen. Doch man kann nicht nur der Industriekultur nachspüren, sondern auch Literatur und Literaten und ehemaligen Klöstern.

  • Dortmund

12 und 15 Uhr
Führung: Literarischer Spaziergang im Rombergpark
Am Rombergpark 65, Treffpunkt: am Torhaus, Eingang Nord, 44225 Dortmund
Vor gut zweihundert Jahren wurden die Vorzüge von Spaziergängen erkannt und verbreiteten sich vom Adel über das Bürgertum in alle Schichten. Die Spaziergänge geben nicht nur Einblicke in die Geschichte der Gartenbaukunst, sondern an markanten Punkten werden die Ansichten berühmter historischer Persönlichkeiten zur geistigen und körperlichen Erholung vorgestellt. Die Führung mit Nikolai Hering, Mitarbeiter der Technischen Universität Dortmund, endet am Café Orchidée, Mergelteichstraße 40a.

  • Emmerich

12.30 und 15.15 Uhr
Orgel- und Schatzkammerführungen: Kath. St.-Martini-Pfarrkirche
Martinikirchgang 46446 Emmerich
Erbaut um 1040. Vom Gründungsbau dreiteilige Choranlage, Krypta und Teile der Vierung erhalten, mehrfach zerstörte Westteile aufgegeben. Ab 1390 Neubau gotischer Turm, Haupt- und Seitenschiff unter Mitbenutzung des romanischen Querhauses. Spätgotisches Chorgestühl 1486, flämischer Taufbrunnen 1531-35, Schatzkammer mit Kirchenschätzen von St. Vitus in Hoch-Elten und St. Martini, Stücke aus dem 11. Jh. Orgel mit Kogge und Nebelhorn.
Aktionen: Kostenlose Schiffsverbindung mit der Graaf van Bylant, Anleger in Tolkamer (NL) an der Europakade, Anleger in Emmerich am Seiger an der St.-Martini-Kirche: 11 und 14.30 Uhr von Tolkamer (NL) nach Emmerich, 12.15 und 16.15 Uhr von Emmerich nach Tolkamer (NL)

  • Essen

14-18 Uhr
Halbachhammer
Altenau 12, 45149 Essen
Hammerhütte aus dem Siegerland, um 1417 erstmals erwähnt, um 1900 stillgelegt, 1935-36 als technisches Denkmal in Essen durch Dr. Gustav Krupp von Bohlen und Halbach wiederaufgebaut. Vorindustrielles Stahlwerk, produzierte mit Hilfe von Wasserkraft und Holzkohle in einem aufeinander bezogenen Hütten- und Schmiedeprozess Stahl bzw. Schmiedeeisen. Vorbildprojekt für die späteren Freilichtmuseen. Der Halbachhammer ist vermutlich das einzige Denkmal in Deutschland, dass als ehemalige Hammerhütte den Prozess der vorindustriellen Stahlerzeugung in der Verbindung von Frischfeuer und Ausschmieden unter dem Aufwerfhammer zeigen kann.
Aktionen: Die evag bietet begleitend Sonderfahrten mit historischen Straßenbahnen zur Margarethenhöhe an. Führungen nach Bedarf.
Kontakt: Achim Mikuscheit, Ruhr Museum, Tel.: 0201 24681417, E-Mail: achim.mikuscheit@ruhrmuseum.de
Gerd Schraven, Ehrenamt Ruhr Museum, Tel.: 0201 7100310, E-Mail: gerdt.schraven@t-online.de
Homepage: http://www.ruhrmuseum.de

  • Horn-Bad Meinberg

11 und 12.30 Uhr
Führungen zu Externsteinen
Externsteiner Straße, 32805 Horn-Bad Meinberg
Felsenformation am Rande des Teutoburger Waldes mit bis zu 35 m hohen Felsen, die zum Teil bestiegen werden können und eine faszinierende Aussicht über das Naturschutzgebiet bieten. Christliche Monumentalplastik, Kreuzabnahme-Relief, ca. 1150, ist Kernstück der Anlage.
Eine Anmeldung unter 05234 2029796 ist erforderlich.
Homepage: http://www.externsteine-info.de

  • Köln

14 Uhr
Fahrradtour: Die Industrialisierung in Ehrenfeld und Braunsfeld
Venloer Straße 241, Treffpunkt: vor der Post im Gebäude 4711, 50823 Köln
Die Via Industrialis ist ein Führer zu Orten der Industrie- und Verkehrsgeschichte in Köln. Die Fahrradtour führt zu 14 Orten der Industriegeschichte im Kölner Westen - darunter die Kölnisch-Wasser Fabrik Ferd. Muelhens, das Gaswerk Voss, die Fabrik für Elektrizitätsanlagen Helios, die Schokoladenfabrik Kwatta, die Leuchtenfabrik Vulkan - sowie zum Bahnhof Belvedere, dem ältesten Bahnhofsgebäude im deutschsprachrigen Raum und zu weiteren interessanten Objekten. Fahrradtour mit Dipl.-Ing. Rainer Rossmann.
Hinweise: Teilnehmende sind für die Verkehrssicherheit ihres Fahrrads selbst verantwortlich. Kinder unter 12 Jahren können - auch in Begleitung Erwachsener - nicht teilnehmen. Die Tour dauert 3,5 Stunden und ist ca. 8 km lang.

  • Marsberg Bredelar

11 und 14 Uhr, Kinderführung 15 Uhr
Führungen: Ehemaliges Kloster, Theodorshütte
Sauerlandstraße 74 a, 34431 Marsberg
1170 als Prämonstratenserinnenkloster gegründet. 1196 wurde es in ein Zisterzienserkloster umgewandelt und 1804 in Folge der Säkularisation aufgehoben und als Domäne verpachtet. Danach industrielle Nutzung u. a. als Eisenhütte. Ab 2002 Restaurierungsarbeiten. Seit 2008 Begegnungs- und Kulturzentrum, Nutzung als Veranstaltungshaus und Vereinsheim. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Homepage: http://www.kloster-bredelar.de/de/foerderverein-kloster-bredelar/geschichte/

  • Münster

15 Uhr
Führung im Haus Rüschhaus
Am Rüschhaus 81, 48161 Münster
Das Rüschhaus, als privater Landsitz vom Barockarchitekten J.C.Schlaun ab 1745 errichtet, war von 1826-46 Wohnsitz der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Mit Mutter und Schwester lebte sie ein stilles, zurückgezogenes Landleben. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Begrenzte Teilnehmerzahl bei der Führung.
Kontakt: Mechthild Mennebröcker, Stadt Münster, UDB, Tel.: 0251 4926145, E-Mail: mennebroecker@stadt-muenster.de
Homepae: http://www.burg-huelshoff.de/burg/haus-rueschhaus