Meldungen zum Kunstgeschehen

Tag des Offenen Denkmals 2018 in Thüringen

Auch im Herzen Deutschlands kann man am 9. September »Entdecken, was uns verbindet« – mit zahlreichen historischen Gebäude, im Wandertheater oder auf einer Radtour entlang der Saale.

  • Gera

13.30 und 15.00 Uhr (sonst nicht geöffnet)
Wasserschloss Tinz
Führungen
Ort: Weg der Freundschaft 4, 07546 Gera
1748 wurde es im Auftrag des Grafen Heinrich XXV. von Reuß Gera nach Entwürfen von Gerardo Hofmann als Sommerresidenz errichtet. Ursprünglich dreiteiliger Anlagenkomplex mit barockem Lustschloss, Wirtschaftshof und repräsentativem Schlosshof mit Wassergräben und Parkanlage. Momentan Sanierung, Umbau und Teilabriss der Anlage zur Dualen Hochschule Gera-Eisenach.

  • Grabfeld Bibra

12.00 – 16.00 Uhr
Burg Bibra mit Burgkapelle
Führungen

Burgweg 2, 98631 Grabfeld
n dem kleinen Dorf Bibra, das idyllisch im südlichen Thüringen bei Meiningen liegt, steht eines der ältesten Baudenkmale Thüringens: Eine alte Burg mit tausendjähriger Geschichte, erbaut im Stil eines Fränkischen Königshofes, bewohnt von ihrer Beurkundung bis heute von der Familie gleichen Namens. Die Burg wurde im Bauernkrieg und im 30-jährigen Krieg zerstört und danach restauriert. In einem der verbliebenen Häuser beherbergt sie seit 1994 ein Seminarzentrum mit 17 Betten. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

  • Ilmenau

10.00 und 14.00 Uhr
Führungen durch das Bäderviertel
Treffpunkt: Waldstraße , 998693 Ilmenau
Dieser Stadtteil besitzt einen besonderen Charakter durch die erhaltene Struktur und die teilweise erhaltenen alten Badehäuser, Pensionen, den Kurpark, das Cafe, den Bahnhof »Ilmenau Bad« und vor allem auch durch die zahlreichen villenartigen Wohnhäuser. Die Gesamtanlage Bäderkomplex wird insgesamt mit historischen Gebäuden und Parkanlagen vorgestellt. Einzelne Villen können während der Führung besichtigt werden. Speisen und Getränke.
Ansprechpartner: Herr Andrä, E-Mail: post@alt-ilmenau.de

  • Jena

9.30 Uhr
Radtour: Von Brücken, Mühlen und anderen Denkmalen - auf Entdeckungsfahrt entlang der Saale
Treffpunkt: ev. Kirche 07751 Jena Kunitz
Seit Jahrhunderten bildete die Saale das verbindende Element zwischen verschiedenen Kulturräumen. Gleichzeitig trennte sie Verwaltungseinheiten und Wegeverbindungen. Um sie zu überwinden, mussten Brücken erbaut werden, um ihre Kraft zu nutzen, wurden Mühlen und Wasserkraftwerke errichtet. Bis in die Neuzeit diente der Fluss als Transportweg für Holz und Kalk. Die Tour begibt sich auf eine spannende Spurensuche entlang des Flusses. Fahrradtour von Kunitz nach Göschwitz mit Elke Zimmermann, Stadt Jena, UDB.

  • Ansprechpartner: Elke Zimmermann, Stadt Jena, UDB, Tel.: 03641 495140, E-Mail: denkmalamt@jena.de
  • Vacha

10.00, 11.30 und 13.00 Uhr
Werrabrücke, Brücke der Einheit
Führungen

Treffpunkt: Hersfelder Straße / Werrastraße, 36404 Vacha
Im Jahr 1186 wird Vacha erstmals als Stadt mit Brücke erwähnt. Den Werraübergang der Via Regia zerstörte 1342 das sogenannte Magdalenenhochwasser. Ursprünglich handelt es sich um zwei Brücken, die zwischen 1591 und 1603 zu einem Bauwerk mit siebzehn Bögen vereinigt wurden. Eine Instandsetzung von 1802-06 verringerte die Anzahl auf 14 Bögen. Wegen der Lage an der innerdeutschen Grenze war die Brücke von 1952-89 nicht zugänglich.
Ansprechpartner: Olaf Ditzel, Tel.: 036962 21086, E-Mail: olaf.ditzel@gmx.de

  • Wolkramshausen

10.00 – 18.00 Uhr
Herrenhaus Hue de Grais
Führungen in Gruppen halbstündlich

Hauptstraße 29, 99735 Wolkramshausen
Komplex von Herrenhaus und Wirtschaftsgebäuden um eine Hofanlage entstand um 1665 als eine von fünf Gutsanlagen in Wolkramshausen. Heutiges Schloss, ein barocker Fachwerkbau, wurde ab 1721 anstelle einer früheren, baufällig gewordenen Anlage vermutlich von einem einheimischen Baumeister gebaut. Die Raumaufteilung im Inneren mit zwei parallelen Raumfluchten entsprach dem Grundriss eines Maison de Plaisance. Walrad Ludwig von Wilcke ließ die Räumlichkeiten eher schlicht, fast karg ausgestalten. Den einzigen Schmuck bildeten farbige Paneele, die mit Bandwerk und Chinoiserien bemalt waren. Erst durch die Schwiegertochter Charlotte Henriette von Götz 1752-54 umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten und repräsentative Ausstattung mit Wandbespannungen, Malereien, Paneelen, Öfen und kostbarem Mobiliar. Nördlich des Herrenhauses entstand 1764 als pavillonartiger Bau eine Bibliothek. Robert Graf Hue de Grais wurde 1835 hier geboren. Besonders wertvoll sind die weitgehend erhaltenen Innenausstattungen aus dem 18. Jh. Barocke Parkanlage mit Wasserflächen und Laubengängen. Etappenweise Restaurierung und Rückführung der wandfesten Ausstattung. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

  • Wünschendorf

10.00 – 16.00 Uhr
Historische Holzbrücke
Führungen nach Bedarf durch 7 auf einen Streich - Verein für Brauchtum, Denkmal- und Heimatpflege e.V., Infostand des Vereins, Goldschürfen am Ufer für die Kinder

Weiße Elster, 07570 Wünschendorf
Die historische Holzbrücke Wünschendorf wurde 1786 erbaut und 1998 vollständig saniert. Sie steht unter Denkmalschutz. Es handelt sich um eine überdachte Holzbrücke, welche für den allgemeinen Verkehr freigegeben ist und einspurig befahren werden kann.
Ansprechpartner: 7 auf einen Streich - Verein für Brauchtum, Denkmal- und Heimatpflege e.V., Tel.: 036603 71405, E-Mail: 7aufeinenstreich@gmx.net

  • Ziegelheim

11.00 – 17.00 Uhr
Komödiantenhof mit historischem Wandertheater
Führungen stündlich durch Vereinsmitglieder

Karl-Marx-Straße 3 a, 04618 Ziegelheim-Engertsdorf
Historisches Wandertheater, ehemals Curt Kressig. Barockisierendes Proszenium von 1917 mit originalem Bühnenbild, Holzmarionetten, Köpfen und Zubehör. Gegenüber gestellt wird eine nachgestellte Reisebühne mit Schmuckproszenium und entsprechender Ausstattung mit der diese spezifische Theatertradition in Sonderführungen heute fortgeführt wird. Einblicke in Filmarchiv und historische Textvorlagen, Marionettenspielerwohnwagen wetterabhängig geöffnet.
Ansprechpartner: Uwe Dombrowsky, Tel.: 034494 80727, E-Mail: theater@dombrowsky-marionetten.de