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Tagung: Der Gang der Dinge. Welche Zukunft haben photographische Archive und Nachlässe?, am 29. und 30. Juni 2012 in Wolfsburg

Wo und wie kann mein künstlerisches und schriftliches Archivgut für kommende Generationen sicher aufbewahrt, erschlossen und zugänglich gemacht werden? Ziel der Tagung ist, neben den praktischen Fragen der Weitergabe und Institutionalisierung, auch den Diskurs und Austausch so verstandener Archiv-Systeme zu moderieren.

Das Thema ist brisant: Zu viele wertvolle Bestände landeten schon im Müll oder in unberufenen Händen; zu viele bedeutende Bildsammlungen und Archive fanden bereits im Ausland ihre Heimat.

Archive sind Systeme, an denen beispielhafte Veränderungen unserer Geschichte ablesbar werden. Deutschland verfügt über eine noch überschaubare Zahl von Institutionen und Initiativen, die sich für ihren Erhalt einsetzen. Jede von ihnen ist von individuellem Format und Zielsetzung. Die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) hat zu ihrem zweitägigen Symposium internationale Fotohistoriker, Archivare und Kunstwissenschaftler, Restauratoren und Juristen eingeladen, um daruber zu diskutieren.

Programm (Änderungen vorbehalten)

Freitag, 29. Juni 2012

14:00 Uhr
Eröffnung - Bernd Rodrian, Institut Heidersberger und DGPh, Dr. Christiane Fricke, DGPh
Moderation: Dr. Christiane Fricke

14:30 Uhr
Simon Schwinge, DGPh:
»Jetzt machen Sie mal was Schönes. Am besten über die Frisuren der 50er Jahre. Über Irrungen und Wirrungen eines photographischen Nachlasses auf der Suche nach einer Perspektive.«

15:00 Uhr
Dr. Florian Mercker, PHIDIAS Rechtsanwälte:
»Drum prüfe, wer sich ewig bindet. - Wie sichere ich die Weitergabe rechtlich ab?. Juristische Fragen bei der Weitergabe einer Sammlung / eines Nachlasses«

15:30 Uhr
Fragen an die Referenten

16:00 Uhr
Kaffeepause

16:30 Uhr
Simone Klein, Sotheby’s Department Europe und DGPh:
»Welchen Wert hat mein Bestand?«

17:00Uhr
Marjen Schmidt, Dipl.-Ing.Fotografierestaurierung, DGPh:
»Was sind gute Archivbedingungen?«

17:30 Uhr
Franziska Maria Scheuer, M.A., Promotions-Stipendiatin der Phillips Universität Marburg:
Vom ‚Archiv ohne Besucher‘ zum öffentlichen Museum. Die Pariser Autochrome-Sammlung »Les Archives de la Planète«

18:00 Uhr
Fragen an die Referenten

Samstag, 30. Juni 2012

Moderation: Simon Schwinge

9:30 Uhr
Sebastian Lux, Stiftung F.C. Gundlach; Jens Bove, Deutsche Stiftung Photographie:
»Quo vadis? Der Umgang mit photographischen Nachlässen in Deutschland« Konkrete Perspektiven für die Erhaltung und Aktivierung bedrohter Bestände als Kulturgut und visuelles Gedächtnis. Zentrale und dezentrale Strukturen für die Archivierung von Photographennachlässen, ihre Vermittlung und ihre Präsentation in einer Bilddatenbank.

10:00 Uhr
Karolina Lewandowska, Archeology of Photography Foundation,
Warschau:
»Die Archeology of Photography Foundation in Warschau. Ein Modell für den Umgang mit  Nachlassgebern«

10:30 Uhr
Fragen an die Referenten

11:00 Uhr
Kaffeepause

11:30 Uhr
Dr. Enno Kaufhold, freier Photohistoriker, Berlin:
»Netzwerk Fotoarchive e.V. Das Bewahren von Photoarchiven auf der Basis dezentraler Strukturen. Informationen geben, Initiativen bündeln und vernetzen.«

12:00 Uhr
Daniel Barroy, Mission de la photographie:
»Französische Archive und Sammlungen im Netz. Zum Start der Website ARAGO«

12:30 Uhr
Fragen an die Referenten

13:00 Uhr
Mittagspause

14:00 Uhr
Thomas Jahn, Foto Marburg:
»Dokument und Artefakt. Neuere Entwicklungen in der Archivierung und Dokumentation kunsthistorischer Photo-Nachlässe.«

14:30 Uhr
Dr. Karin Lingl, Archiv für Künstlernachlässe der Stiftung Kunstfonds:
»Erhalten statt Kassieren. Zur Praxis des Archivs für Künstlernachlässe in Brauweiler«

15:00 Uhr
Sabine Krell, Stadtarchiv Bonn und DGPh:
»Photographische Nachlässe in öffentlichen Archiven. Zu den Kassations-Kriterien eines Stadtarchivs«

15:30 Uhr
Bernd Rodrian, Institut Heidersberger und DGPh:
»Institut Heidersberger - Das lebendige Archiv«

16:00 Uhr
Dr. Christiane Stahl, Alfred Ehrhardt Stiftung und DGPh:
»Zukunftsmodelle für die langfristige Finanzierung der Stiftung«

16:20 Uhr
Kaffeepause

16:50 Uhr
Podiumsgespräch:
Ausdauer und Phantasie: Sinnvolle und neue Wege zur Sicherung fotografischer Nachlässe und Archive?
Moderation: Wolfgang Hesse, Rundbrief Fotografie, Dresden, und Anna Gripp, Photonews, Hamburg, beide Netzwerk Fotoarchive und DGPh

Sonntag, 1. Juli 2012
Rahmenprogramm optional
Bernd Rodrian führt um 10:15 Uhr durch das Institut Heidersberger, Schloss Wolfsburg

Weitere Informationen

Teilnehmergebühren für das Symposium
Für Mitglieder der DGPh und Studierende:
beide Tage: 45 Euro, nur 1. Tag € 30,-/ nur 2. Tag € 22,-
Alle übrigen Teilnehmer:
beide Tage 75 Euro, nur 1. Tag € 55,-/ nur 2. Tag € 36,-

Anmeldungen werden bis zum 14. Juni 2012 erbeten.