Tagungen

Tagung: Fundraising für Kultur, am 13. September 2012 in Berlin

Die Fachgruppe Kultur im Deutschen Fundraising Verband wurde 2005 ins Leben gerufen und versteht sich als ein Forum des Austauschs über Ziele, Methoden und Instrumente des professionellen Kulturfundraising. Im Mittelpunkt der Tagung steht daher der Know-How-Transfer über Workshops und Vorträge. Darüber hinaus gibt es Raum für persönliche Fragen.

Die Tagung richtet sich an Leiter und Mitarbeiter von Kultureinrichtungen sowie Agenturen und Freiberufler, die im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit mit dem Einwerben von Spendenmitteln oder Sponsoringleistungen für kulturelle Zwecke befasst sind. Obwohl Fundraising-Fragen im Mittelpunkt stehen, sind Kolleginnen und Kollegen aus verwandten Bereichen wie beispielsweise Kulturmarketing und -management willkommene Teilnehmer.

Programm

10:00 Uhr Begrüßung
10:15 Uhr Grußwort des Gastgebers Börries von Notz, Geschäftsführender Direktor der Stiftung Jüdisches Museum

10:30 Uhr
Faktoren für ein erfolgreiches Fundraising
Anja Butzek, Leiterin Development, Jüdisches Museum, Berlin

Da Fundraising vornehmlich von Organisationen und Personen im Non-Profit-
Sektor betrieben wird, bestand über lange Zeit in der deutschen Kulturlandschaft durch staatliche Zuwendungspraxis kaum Bedarf an Marketing- und Fundraisingkenntnissen. Das hat sich inzwischen verändert, dennoch wird Fundraising vielerorts in den Kulturinstitutionen immer noch „stiefmütterlich“ behandelt. Der Fundraising Mix im Jüdischen Museum Berlin soll Beispiele für verschiedene Finanzierungs-Modelle aufzeigen und einen Einblick in die Berufspraxis des Fundraisers bieten.

11:00 Uhr Kaffeepause

11:20 Uhr
Hamburg baut die musikalische Zukunft
Wibke Kähler-Siemssen, Geschäftsführerin Stiftung Elbphilharmonie, Hamburg

Die Elbphilharmonie ist schon jetzt ein prominentes Bauwerk im Hamburger Hafen. Bauverzögerungen und Mehrkosten bestimmen derzeit das Bild in der Öffentlichkeit – und stellen auch das Fundraising vor immer neue Aufgaben. Der Vortrag stellt die verschiedenen Phasen und Strategien des Fundraising durch die Stiftung Elbphilharmonie vor: von der Capital Campaign, der Breitenmobilisierung von Kleinspendern bis zum Aufbau einer Würdigungsstruktur. Er beleuchtet dabei die Frage, wie ein Fundraiser auf wechselnde Herausforderungen reagieren kann.

12:00 Uhr
Institutional Readiness in der Praxis
Dr. Stephan Barthelmess, Leiter Development Unit, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin

Kulturbetriebe geraten immer weiter unter Druck. Budgetkürzungen, Schuldenbremse und Kostensteigerungen erfordern neue Lösungen. Ein Gegensteuern kann nur gelingen, wenn sich die Institution selbst entsprechend aufstellt. In den Bereichen Marketing und Fundraising können unklare Organisationsstrukturen und Zuständigkeiten zu einer Reduktion von Effizienz führen und verborgenes Potenzial unentdeckt lassen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat den Versuch des Strukturaufbaus unternommen. Der Vortrag gibt einen Einblick in die Herangehensweise.

12:40 Uhr Mittagessen

14:00 Uhr
Vorstellung des Veranstalters und Informationen zu den Workshops Fachgruppe Kultur des Deutschen Fundraising Verbands

14:15 Uhr
Workshops: Moderierter Austausch in Gruppen
Die Workshops bieten den Rahmen für die Vertiefung einzelner Fundraisingthemen, um sie für die eigene Arbeitspraxis übertragbar zu machen. Hier ist außerdem Gelegenheit für den Austausch unter den Teilnehmern.

15:30 Uhr Treffpunkt und Kaffee
Austausch mit Referenten und Teilnehmern

16:00 Uhr
dOCUMENTA (13): International Friends und Project-Patronships
Peter Allmann, Private Funding dOCUMENTA (13), Kassel

Mit Blick auf anglo-amerikanische Verhältnisse werden im Kulturbereich der Großspendenakquise besondere Erwartungen entgegengebracht. Der Vortrag stellt die International Friends und Project-Patronships der dOCUMENTA (13) modellhaft vor: ein organisationsrechtlich ungebundener Kreis von Förderern, der auch Zuwidmungen an individuelle Förderprojekte ermöglicht. Für den Fundraiser gilt es, die Interessen der Kultureinrichtung und der privaten Förderer abzugleichen und dabei stets die Potenziale und auch die Gefahren im Blick zu haben.

16:45 Uhr Abschluss und Resümee

Weitere Informationen

Parallel zu den Vorträgen läuft am Vormittag ein Mentoringprogramm mit Susanne Reuter, Geschäftsführerin Zentrum für Systemisches Fundraising GmbH. Hier können Sie im Einzelcoaching (30 min) Ihre persönlichen Fragen bearbeiten.

Ausführliche Informationen zu den Workshopgruppen, zur Anmeldung und der Teilnahmegebühr finden Sie hier.