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Tagung: Mittelalterliche Retabel in Hessen, vom 20. bis 22. März 2014 in Marburg

Im heutigen Hessen hat sich ein reicher und außergewöhnlich qualitätsvoller Bestand mittelalterlicher Altarretabel an ihren originalen Standorten erhalten. Von der kunstgeschichtlichen Forschung ist dieser Bestand bisher nur partiell Gegenstand intensiver Untersuchungen gewesen. Ein DFG-gefördertes Projekt setzt sich für deren Erforschung und digitaler Erfassung ein. Bislang erbrachte Forschungsergebnisse werden in einer Tagung im Landgrafensaal des Hessischen Staatsarchiv präsentiert. Anmeldeschluss: 27. Februar.

Das seit 2011 von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderte Projekt »Mittelalterliche Retabel in Hessen« wird an den kunsthistorischen Instituten in Marburg, Osnabrück und Frankfurt/Main in Verbindung mit dem Deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg durchgeführt. Das Projekt steht unter der Leitung von Ulrich Schütte, Hubert Locher, Christian Bracht, Xenia Stolzenburg (Marburg) sowie Klaus Niehr (Osnabrück) und Jochen Sander (Frankfurt/Main).

Im Zuge des Forschungsvorhabens wird der innerhalb der heutigen Grenzen des Bundeslandes Hessen erhaltene Bestand mittelalterlicher Altarretabel in kirchlichen Institutionen und musealen Sammlungen bearbeitet. Da das umfangreiche Material bisher nur unzureichend erschlossen wurde, ist eine Erfassung sämtlicher Retabel und Retabelfragmente in Hessen sowie deren Auswertung unter Berücksichtigung der kunsthistorischen Forschungsdiskussion beabsichtigt. Dabei werden die Werke hinsichtlich ihrer formalen und typenmäßigen Gestaltung, ihrer materiellen und ikonographischen Genese, ihrer Nutzungsgeschichte und ihrer kontextuellen Bezüge zu anderen künstlerischen Gattungen innerhalb des Sakralraums analysiert.

Die wissenschaftliche Erfassung geht einher mit der fotografischen Neudokumentation und digitalen Erschließung (Bildarchiv Foto Marburg). An ausgewählten Objekten werden Infrarotuntersuchungen vorgenommen (Kunsthistorisches Institut Frankfurt/Main). Die Ergebnisse werden in einer vielseitig recherchierbaren Datenbank einem breiten Nutzerkreis online zur Verfügung gestellt.

Die vom 20. bis 22. März 2014 stattfindende Tagung vertieft die Fragestellungen des Projektes und diskutiert diese in einem geographisch und inhaltlich ausgeweiteten Rahmen. Dazu werden 16 Wissenschaftlicher aus dem In- und Ausland nicht nur Retabel des hessischen Raumes behandeln, sondern auch allgemeine historische, kunsthistorische und liturgische Themen erörtern.

Die Tagung findet im Landgrafensaal des Hessischen Staatsarchivs, Friedrichsplatz 15, 35037 Marburg statt.

Im Rahmen der Tagung wird eine Exkursion zu den Retabeln in Bad Wildungen und Netze angeboten. Ein Bus wird bereitgestellt. Da maximal 50 Personen an der Exkursion teilnehmen können, ist es erforderlich, bei der Anmeldung anzugeben, ob eine Teilnahme erwünscht ist. Für die Teilnahme an der Exkursion wird ein Beitrag von 15 Euro erhoben.

Tagungsinteressierte werden gebeten, sich bis zum
27.2. anzumelden. Die Anmeldung ist zu richten an:

Andrea Schutte – Bildarchiv Foto Marburg
Biegenstraße 11, 35037 Marburg
Telefon: 06421/28 - 23676 | Telefax: 06421/28 - 28931
E-Mail: schutte@fotomarburg.de