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Von Leonardo bis Piranesi. Italienische Zeichnungen von 1450 bis 1800

Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle gewährt Einblicke in seine bedeutende Sammlung italienischer Zeichnungen. Bis 18. Januar werden etwa 140 Zeichnungen aus einem Gesamtbestand von rund 1050 Blättern unter anderem von Künstlergrößen wie Leonardo da Vinci, Raffael, Michelangelo oder Piranesi gezeigt.

Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle verfügt über eine der wichtigsten Sammlungen italienischer Handzeichnungen in Europa. Ihre Bedeutung liegt weniger in ihrem Umfang, als vielmehr in der Qualität zahlreicher Einzelblätter. Mit Leonardo da Vinci, Raffael, Michelangelo, Sandro Botticelli, Guercino, Canaletto und Giovanni Battista Piranesi sind viele der größten Künstler Italiens mit vorzüglichen Zeichnungen vertreten. Erstmals seit mehr als 50 Jahren werden nun die hervorragendsten Werke aus dem Zeitraum von 1450 bis 1800 in einer Überblicksausstellung präsentiert. Gezeigt werden etwa 140 Zeichnungen aus einem Gesamtbestand von rund 1050 Blättern.

All diese Zeichnungen geben faszinierende Einblicke in den Entstehungsprozess großer Kunst. Von der flüchtigen „prima idea“ über die konkretere Vorstudie bis hin zur sorgfältig ausgeführten Präsentationszeichnung können alle wichtigen Funktionen von Handzeichnungen anhand exzellenter Beispiele betrachtet werden.

Darüber hinaus ermöglicht die Ausstellung Einblicke in wichtige Phasen der Geschichte der italienischen Zeichenkunst. Einen Schwerpunkt bildet die Renaissance, doch auch aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind erstklassige Werke vertreten. Alle Zeichnungen belegen nachdrücklich den ausgeprägten Schönheitssinn der italienischen Künstler.

Die Ausstellung bildet den Abschluss eines mehrjährigen intensiven Forschungsprojektes, das durch die Unterstützung der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius ermöglicht wurde. Aus diesem Anlass erscheinen ein dreibändiger Bestandskatalog der kompletten Sammlung sowie ein Ausstellungskatalog, in dem sämtliche Exponate erläutert und abgebildet sind.

Kurator der Ausstellung: Dr. David Klemm