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Bahr

Bildung. Essays

Kritische Schriften in Einzelausgaben Band 7, hg. von Claus Pias

Verlag: VDG
Herausgeber: Schnödl

Cover Bildung©VDG Weimar

Kategorie: Bücher/Kataloge

Preis: 19,80 Euro

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Über den Titel

"Betrachtet man die Gegenwart, so wird zuletzt immer die Klage
laut, es fehle uns an Cultur; mag der Einzelne Schönes leisten, im
Ganzen sind wir schlecht. „

„Wollen wir Cultur, so müssen wir zuerst wieder
Weise, Künstler und Helden haben. So stösst die Zeit, wo man sie
auch angehen mag, immer wieder den Byron'schen Ruf aus: I want
a hero."

An thematischer Breite übertrifft der Band "Bildung" frühere Sammlungen - der um 1900 bereits weitgehend als Kulturjournalist etablierte Bahr wagt sich hier noch weiter über das Feld im engeren Sinn künstlerischer Themen hinaus, ohne darüber aber Fragen der Architektur, bildenden Kunst oder Literatur zu vernachlässigen. Der Titel und das breite Spektrum der Themen sind - auch hinsichtlich folgender Essaysammlungen wie dem "Buch der Jugend" (1908) oder der "Sendung des Künstlers" (1923) - programmatisch: die Vielfalt der Texte entspricht hier dem Befund ebenso wie dem Wunsch nach einer inneren Vielfalt des gebildeten Menschen. Dass diese Vielfalt ähnlich wie bei manch anderem "Modernen" immer wieder auch unter dem Aspekt der Entfremdung wahrgenommen und kritisiert wird, macht die "Bildung" zu einer abwechslungsreichen und kulturgeschichtlich ergiebigen Lektüre.


Über den Autor

Hermann Bahr ist eine der herausragendsten Persönlichkeiten der vorletzten Jahrhundertwende. Ob Naturalismus oder Symbolismus, Impressionismus oder Décadence, Secession, Expressionismus oder Heimatkunst - es scheint keine Bewegung um 1900 zu geben, die Bahr nicht schon im Entstehen aufgenommen und publizistisch begleitet hätte. Beweglich wie kein anderer, avancierte er zu einem der einflussreichsten Vermittler der europäischen Moderne zwischen Wien, Paris, Berlin, Moskau und Madrid, lebte nach dem Credo, "täglich ein anderer zu sein" und wurde zu Lebzeiten gleichermaßen als "Prophet" gefeiert und als "Schwindler" verdammt. Im schier unerschöpflichen Oeuvre des Zeitschriftengründers und Talentsuchers, Theaterkritikers und Essayisten Hermann Bahr zeichnen sich daher zugleich ein Horizont der europäischen Avantgarden und eine dichte Beschreibung des Wiener fin de siècle ab. Jahrzehntelang war dieses einzigartige Werk nur in Bruchstücken zugänglich. Es erscheinen nun die einflussreichsten, vom Autor selbst zusammengestellten Essaybände in Einzelausgaben und machen eine kunst-, literatur- und kulturhistorische Quelle ersten Ranges zugänglich.
Weitere Angaben zum Titel

ISBN: 978-3-89739-614-2

Erscheinungsjahr: Mai 2010

Sprache(n): deutsch

Reihe: Kritische Schriften in Einzelausgaben

Band: 7

Auflage: 1. Aufl. 2010

Seiten: 210

Status: lieferbar

Einband: Broschur

Format: 14,3 x 20,5 cm

Gewicht: 290g