Termin

Tagung: Rahmung und Spiegelung. Wiederholungsfiguren in Text, Bild und illustrierten Texten

Tagungen und Symposien 10.11.2017–11.11.2017

Köln, Deutschland

Die Werkstatt lädt, ein über die hier skizzierten Formen von Rahmung und Spiegelung in Text und Bild nachzudenken, um anhand des sichtbaren bzw. greifbaren Umgangs mit referentiellem Wissen das Bedingungsgefüge des Vor-Augen-Stellens genauer zu bestimmen. Selbstreflexion innerhalb des Bild- und Textmaterials, aber auch anhand von in den Text inserierten Illuminationen ist immer zugleich Medienreflexion. Es soll darum gehen, heterogene Figuren der Wiederholung zwischen Repräsentation/ Vergegenwärtigung und Evidenz/ Präsenz zu beschreiben. Einerseits verweist das Wiederholte auf seinen Referenten, dem es damit hierarchisch nachgeordnet zu sein scheint. Andererseits intensiviert, potenziert und pluralisiert die Wiederholung und schiebt das Gezeigte auf diese Weise in den Raum der Präsenz. Doch lassen sich neben solchen Formen der Steigerung, Bekräftigung und Explikation auch Formen der Inversion und der Abwertung greifen, wenn sich ein Bedeutungsgefälle beobachten lässt, wenn das Wiederholte als Alternative des Wiederholten vor Augen gestellt wird. Die zentrale Frage ist also, wie die eigentliche Bedeutung des Gezeigten (das vor Augen Gestellte an sich) jeweils mit dem semantischen Gehalt des Verweisens verbunden ist. Ausgangspunkt für die Referate können Binnenerzählungen und das Bild im Bild selbst sein, Motive der Selbstreflexivität (Narziss, Spiegel, Vanitas, Portrait usf.) oder aber auch systematische Überlegungen zum Phänomen der mise en abyme in den Künsten.