Call for Papers

Call for Papers: Wem gehört das Museum? – Fragen und Bedingungen musealer Vermittlung im globalen Kontext, vom 18. bis 20. Januar 2017 in Düsseldorf

Die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen will in ihrem Forschungsprojekt »museum global« aktuelle und zukünftige Herausforderungen erforschen, denen sich Museen im ZUge der Globalisierung stellen müssen. Eine der Fragen ist die nach der gesellschaftlichen Rolle des Museums und der Vermittlung von Kunst. »Wem gehört das Museum?« möchte das internationale Symposium daher Fragen. Einsendeschluss für Abstracts: 25. September 2016

Mit dem Forschungsprojekt »museum global« reagiert die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen auf Auswirkungen und Herausforderungen von Globalisierungsprozessen. Ausgehend von der eigenen Sammlung wird eine kritische Analyse begonnen, die den Kanon westlicher Kunstgeschichtsschreibung sowie Methoden der Präsentation und Vermittlung von Kunst hinterfragt.

»Wem gehört das Museum?« Diese auf den ersten Blick einfache Frage eines Schülers einer »Willkommensklasse« soll im Symposium vor dem Hintergrund sich wandelnder Gesellschaften neu gestellt werden. Unter der Prämisse, bestehende museale Strukturen zu untersuchen und offenzulegen sowie auf die wachsende Diversität und Heterogenität der Lebensformen in der Gesellschaft zu reagieren, soll über neue Formen der Vermittlung und des (Auf-)Zeigens kultureller Inhalte und Objekte nachgedacht werden. Wer hat im Museum eine Stimme und wer sollte eine bekommen? Ziel des Symposiums ist es, zu eruieren, wer bisher im Museum repräsentiert ist und welche Möglichkeiten der erweiterten Teilhabe des Publikums etabliert werden können. Die Haltung der Institution und ihrer Akteur_innen spielt eine maßgebliche Rolle für die Begegnung zwischen Museum und Publikum. Welche Formen der personalen und medialen Vermittlung sind besonders geeignet, den Blick zu öffnen, die eigene Perspektive zu verändern und auf Augenhöhe zu kommunizieren?

Das Symposium findet vom 18. bis 20. Januar 2017 in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Grabbeplatz 5, 40213 Düsseldorf statt (in deutscher und englischer Sprache, mit Simultanübersetzung). Es richtet sich an internationale Museumsexpert_innen, Kunst- und Kulturvermittler_innen sowie Pädagog_innen und umfasst mehrere Panels sowie einen »Market of Ideas« zu folgenden Themen:

1. Museen und Mission Statements
Wie definieren Museen ihren Auftrag im Hinblick auf ihr Publikum? Wie haben sich die Museen in dieser Hinsicht verändert, und welche neuen Konzepte gibt es? Wie gelingt die Zusammenarbeit von Wissenschaft, Bildung und Vermittlung im Museum?

2. Repräsentation und Teilhabe
Wer wird im Museum repräsentiert und in welcher Form? Welche Konzepte der Beteiligung von vorhandenen und potenziellen Besucherkreisen gibt es im Hinblick auf Fragen der Repräsentation? Welche Konzepte sind wegweisend, indem sie sich auf die Programmgestaltung und die Strukturen der Institution auswirken?

3. Transparenz
Wie können institutionelle Strukturen, die verschiedenen Rollen der Museumsakteur_innen – Mitarbeiter_innen wie Besucher_innen – und die Modelle der Repräsentation in Vermittlungsprogrammen sichtbar und transparent gemacht werden?

4. Diversität
Welche Methoden gibt es, die vielfältigen Interessen und Orientierungen einer diverser werdenden Gesellschaft widerzuspiegeln und einzubeziehen? Welche diversen Kontexte prägen die Perspektive der Vermittler_innen, welche die der Besucher_innen?

Anlässlich des Symposiums lädt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen zu einem Open Call für die Panels und den »Market of Ideas« ein:

Panelbeitrag
Gewünscht sind wissenschaftliche Beiträge mit Praxisbezug, die auf die oben aufgeführten Themenfelder rekurrieren und diese anhand der genannten Fragestellungen reflektieren. Die Panelbeiträge sind zeitlich auf 20 Minuten begrenzt. Den Vortragenden werden Honorare gezahlt und Reisekosten erstattet.
Die eingereichten Vorschläge sollten folgende Angaben umfassen:

  • Titel des Vortrags in Deutsch und Englisch, Name des Vortragenden, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Abstract des Beitrags (1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, in deutscher oder englischer Sprache)
  • Kurze Beschreibung der Relevanz des Beitrags für die Themen des Symposiums (1000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Tabellarische Kurz-Vita

Beitrag zum »Market of Ideas« (Best Practice)
Die Beiträge im »Market of Ideas« dienen einer kurzen Projektpräsentation und -reflexion und beziehen sich auf die oben aufgeführten Themenfelder. Sie sind zeitlich auf 7 Minuten begrenzt und können während des Symposiums auch in Form eines Videobeitrags präsentiert werden.
Die eingereichten Vorschläge sollten folgende Angaben umfassen:

  • Titel des Beitrags in Deutsch und Englisch, Name der Beteiligten, Telefonnummer und E-Mail-Adresse
  • Kurzbeschreibung des Projekts (1500 Zeichen inkl. Leerzeichen, in deutscher oder englischer Sprache)
  • Kurze Beschreibung der Relevanz des Beitrags für die Themen des Symposiums (1000 Zeichen inkl. Leerzeichen)
  • Tabellarische Kurz-Vita

Bitte reichen Sie Ihren Vorschlag bis zum 25. September 2016 als PDF über symposium2017@kunstsammlung.de ein.

Interessierte Symposiumsbesucher können ihre Teilnahme unter http://goo.gl/forms/vueECssv58ifjUBj1 vormerken.

Das Forschungsprojekt »museum global« wird von der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

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