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Kunst in Berlin Mai/Juni 2017

Alles neu macht der Mai auch in den Galerien der Hauptstadt. Hier können Sie im Mai und Juni Ausstellungen zu allen Gattungen bewundern - von Fotografie über Zeichnung bis hin zur Skulptur zeigen die Ausstellungsräume hier spannende Positionen. Unsere Highlights verraten wir Ihnen natürlich auch.

Kunst in Berlin
Kunst in Berlin

Eelco Brands Anliegen ist die Kritik am Menschen, der danach strebt sich die Natur untertan zu machen. Das Genre der Naturdarstellung ist bei ihm keinesfalls Idylle, sondern Ausdruck des menschlichen Selbstverständnisses als Beherrscher der Natur. So entstehen überraschende Situationen in seinen Werken. In der Ausstellung »Electropia« sind sie noch bis zum 9. Juni in der DAM Gallery zu erleben.

Luca Lanzi schafft Skulpturen, Plastiken, Zeichnungen und Grafiken, die man sowohl als kindliche als auch als archaische Werke interpretieren könnte. Beide Gedanken sind dabei richtig, denn sowohl das kindliche Sehen als auch die Kunst archaischer Gesellschaften inspiriert ihn. Seine faszinierenden Werke sind noch bis zum 10. Juni bei Lorch + Seiel Contemporary zu sehen.

Die Galerie Judin zeigt noch bis zum 10. Juni das Werk von Hugo Wilson. In »Thierleben« begibt er sich auf die Spur Alfred Brehms und seines mehrbändigen Buches und gruppiert Tiere zu Spiegelbildern der menschlichen Gesellschaft. So entstehen absurde Situationen, die aber zugleich – menschlich wirken.

Es ist wieder so weit: Die »World Press Photo« zieht durch die Lande und zeigt die besten Fotografien, die im letzten Jahr in Zeitschriften, Magazinen, Zeitungen und online zu sehen waren. Die Ausstellung zum Preis, der jährlich an die besten Pressefotos verliehen wird, ist im Juni im Willy-Brandt-Haus zu sehen.

Bewusst abseits der klassischen Kunstinstitutionen arbeiten die drei Künstler Tang Chang, Rox Lee und Bagyi Aung Soe. Ebensowenig legen sie Wert auf eindeutige Zuordnungen und auf klassische Kriterien der Bewertung von Kunst. Mit »Misfits. Lose Blätter aus der Geschichte der Moderne« vereint das Haus der Kulturen der Welt diese drei spannenden Positionen. Zu sehen sind sie noch bis zum 3. Juli.

»A chain of parasites, guests and hosts emerge…« fragt nach dem Verhältnis von Sichtbarem und Unsichtbarem ebenso wie nach dem von digitalem und realem Bild. Die Ausstellung zeigt sich verschränkende multimediale Bildwelten und den Zugang von neun Künstlern zum Thema. Bis zum 2. Juli ist sie noch im Museum für Fotografie zu sehen.

Ganz der Nacktheit ist die Schau »Fleischeslust« in der Galerie Deschler gewidmet. Sie stellt zwanzig Arbeiten von George Grosz denen von Rainer Fetting, Sven Marquardt, Xenia Hausner und Jörn Grothkopp gegenüber. Im Mittelpunkt steht dabei die sinnliche Lust am nackten Körper, die in der Entwicklung seit Grosz mehr und mehr auch eine gesellschaftskritische Dimension erhält. Bis zum 8. Juli kann man die unterschiedlichen Positionen noch bewundern.