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Kunst in Köln Februar/März 2016

Während das Ende des Winters naht, laden die neuen Ausstellungen zu Jahresbeginn in die Kölner Galerien ein. Unsere Highlights stellen wir Ihnen hier vor.

Kunst in Köln
Kunst in Köln

Noch bis zum 20. Februar kann man in der Galerie Gisela Capitain die Arbeiten von Karla Black entdecken. Sie entwirft in ihren Arbeiten eine Antwort auf die Galerieräume, irgendwo zwischen Installation, Performance und Malerei. Inspiration findet sie dabei aktuell in der korridorartigen Situation des Ausstellungsraumes, stets aber auch in der Theorie der Psychoanalyse.

Eine ganz eigentümliche Figur des 20. Jahrhunderts, die den meisten obendrein kaum bekannt sein dürfte, kann man bei Delmes und Zander kennen lernen: Prophet Royal Robertson. Der Schildermaler steigerte sich nach einigen Schicksalsschlägen in einen regelrechten Wahn, in dem er sich mit Numerologie, biblischen Prophezeiungen, der Trennung von seiner Frau und Visionen der Zukunft auseinandersetzte. Seine Gedanken setzte er in eindrückliche Bilder um, die noch bis zum 5. März zu bewundern sind.

Eigentümlich, etwas düster und nichtsdestotrotz irgendwie familiär, das sind die Bilder von Ramona Schintzel. Zwei alte Damen im Wald, mit hochgeschlossenem Kragen, strengem Dutt, die ungnädig auf einen herabsehen, ein Handwerker, der ein Fell gerbt oder eine merkwürdig lustlose junge Frau, vielleicht die Prinzessin, an der Seite eines Frosches erwarten die Besucher. Sie sind noch bis zum 5. März in der Galerie Julia Garnatz zu sehen.

Niels Sievers zeigt urbane Landschaften und Großstadtansichten, die aber nicht von Leben wimmeln, sondern eine Stille ausstrahlen, die man hier gar nicht erwartet. Das nächtliche Leuchten von Fenstern und Laternen weist auf die Anwesenheit der Menschen, die hier wohnen, hin, enthüllt sie aber nicht. So entstehen nuancenreiche Bilder, deren gedämpfte Farben und große Stille zum Verweilen einlädt. Bis zum 19. März kann man sich in der Galerie Martin Kudlek noch in ihren Sog ziehen lassen.

»The Chaldon Doom«, das ist ein Wandgemälde in der St. Peter und Pauls Kirche im englischen Chaldon. Es thematisiert den Spagat der menschlichen Seele zwischen Verdammnis und Errettung und zeigt zugleich den Weg zur Vergebung. Aaron Angel hat sich mit diesem wundersamen Wandgemälde auseinandergesetzt und seine ganz eigenen Interpretationen geschaffen. Ab dem 12. Februar sind sie bei Markus Lüttgen zu bewundern.

Sprache und Kommunikation sind das Thema von Uri Aran. In seinen Skulpturen, Gemälden, Zeichnungen, Filmen und Fotografien untersucht er gesellschaftliche Regeln rund um Sprache, die soziale Interaktion, in die sie eingebettet ist und ihre Grundlagen. Dafür setzt er einfache Materialien, Zeichen, Formen, Bilder und Gesten in einen neuen Sinnzusammenhang und rückt sie in ein neues Licht. Ab dem 13. Februar zeigt der Kölnische Kunstverein die erste umfassende Einzelausstellung des vielseitigen Künstlers in Deutschland.

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