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Kunst in München Januar / Februar 2016

In München geht es gleich zu Beginn des neuen Jahres ordentlich zur Sache in der Kunstwelt. Zahlreiche Ausstellungen öffnen in diesen Tagen ihre Pforten und laden ein, aktuelle Positionen zu entdecken. Wir stellen ihnen einige besonders spannende vor.

Kunst in München
Kunst in München

Die Galerie Klüser präsentiert noch bis zum 13. Februar gleich drei neue Serien von Jorinde Voigt. Ihre Materialfülle, ihre vielfältigen Darstellungsformen irgendwo zwischen abstrakt und gegenständlich, monumental und filigran sowie ihre Verbindung vollkommen neuer und alter Elemente ermöglichen es, ihre Werke und ihre Kunst stets neu zu entdecken.

Keita Sagaki schafft Doodles, also Kritzeleien. Das klingt unspektakulär, ist es aber bei weitem nicht! Seine filigranen Striche formen bekannte Kunstwerke nach und interpretieren sie auf diese Weise neu, schafft aber auch dichte eigenständige Positionen. Sie laden zur genauen Betrachtung der Details der eng miteinander verwobenen Menschen, Tiere und Pflanzen ein. Die Micheko Galerie zeigt Sagakis noch bis zum 13. Februar.

Die Zeit ist bis zum 26. Februar das Thema einer Doppelausstellung in der Galerie Bezirk Oberbayern. Diana Sprenger und Tim Bennett präsentieren unterschiedliche künstlerische Wege. So erscheinen Sprengers Bilder nur auf den ersten Blick schlicht grau, ihre Komplexität offenbart sich erst, wenn sich der Betrachter im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit nimmt und sie auf sich wirken lässt. Bennetts Medien sind dagegen die Performance und die Bildhauerei. Darin beschäftigt er sich mit der Frage nach Spontaneität und der Verkürzung der Zeit.

Die Galerie Barbara Gross zeigt ab dem 15. Januar Arbeiten von Katharina Grosse und stellt dabei die Werke aus dem Atelier ortsbezogenen Installationen gegenüber. Letztere sind nicht etwa in Gänze zu bewundern, nein, man wählte jeweils ein Teilwerk aus dem übergeordneten Kunstwerk heraus und ermöglicht dem Betrachter so einen ganz neuen Zugang. Zugleich setzte Grosse die Arbeiten innerhalb der Galerie wiederum in einen neuen Kontext. Also nichts wie hin!

Per Oscar Jensen zeigt in seinen Gemälden und Aquarellen oft nur fragmentierte Alltagsgegenstände und Schemen von Personen, die im Raum agieren. Sie korrespondieren mit weißen Flächen, auf denen Jensen das weitere Bildgeschehen mit einfachen Strichen andeutet. Das Weiß wird so zum entscheidenden Bildträger, akzentuiert die farbigen Komponenten seiner Bilder und bildet einen Kontrast zu den farbigen Flächen. So entstehen poppig anmutende Szenen, die uns eigentlich unscheinbare Räume neu erfahren lassen. Ab dem 22. Januar können sie bei Karin Sachs bewundert werden.

Die Alexander Tutsek-Stiftung beschäftigt sich ab dem 22. Januar unter dem Motto »Life is not a Beach« mit den düsteren Seiten des Lebens. Sie reichen von den inneren und äußeren Konflikten und Ängsten, die in zwanzig Skulpturen erfahren werden können bis hin zu den Fotografien Matthieu Gafsous, die Drogenabhängige in Szene setzen.