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Kunstgeschichte und Galerie

Galerien sind die Erstaussteller von zeitgenössischer Kunst. Ihr Ziel ist es, Kunst zu verkaufen, um die eigene Existenz zu sichern. Deshalb ist es notwendig, einen dauerhaften und konstanten Handel zu realisieren.

Da die Einkommensverhältnisse sehr unterschiedlich sind und keine Sicherheiten existieren, bekommen privatwirtschaftliche Investitionen eine grosse Bedeutung. Gerade Sponsoren und Kunstinteressenten sind für einen breit gefächertes Kunstangebot auf dem internationalen Markt unerlässlich. Galerien beobachten Entwicklungen und Trends der Kunstszene, berücksichtigen öffentliche Meinungen und bestimmen den Bekanntheitsgrad von Künstlern entscheidend mit. Galerien sind die "Gatekeeper" zwischen Kunst und Markt.

Hat sich die Galerie entschieden, einen Künstler auszustellen, müssen die Kunstwerke fachlich kompetent präsentiert werden. Zuerst werden die Arbeiten transportiert, eingeschätzt und versichert. Rechtliche Fragen sind zu klären und die Räumlichkeiten für die Ausstellung zu gestalten. Bestandskataloge sind ebenso notwendig wie Kontakte zu Kunden, Sponsoren, Sammlern, staatlichen Kultureinrichtungen, Kunstvereinen und Künstlern.

Galeristen sind Freiberufler. Um im oft sehr harten Kampf auf dem Kunstmarkt bestehen zu können, ist ein hohes Mass an Individualismus, Gespür, diplomatisches Geschick sowie Kooperationsfähigkeit wichtig. Dafür braucht man viel Erfahrung. Deshalb empfiehlt es sich, frühzeitig Kontakte zu Galerien herzustellen, um eine Vertrauensbasis zu schaffen. Funktionierende Galerien sind über Jahrzehnte hinweg gewachsen. 10 bis 15 Jahre dauert es durchschnittlich, bis für einen Künstler ein Markt existiert!

Hohe fachliche Kompetenz ist zweitrangig, wichtiger Breitenwissen in zeitgenössischer Kunst als Grundlage. Absolut notwendig ist die Kenntnis zwischenmenschlicher Umgangsformen und kommunikativer Offenheit. Ohne Marketing, BWL, Management kann heute kaum noch eine Galerie funktionieren. Dafür braucht man Kenntnis in Public Relation, Werbung und Imagebildung. Der Kunstmarkt globalisiert sich zunehmend. Vernetzung, Internationalität und überregionale Kooperationen werden immer wichtiger.

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