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Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Kunst und Design

Lage

Die Standorte der Kunsthochschule verteilen sich über die Innenstadt von Halle. Hier zum Standortplan.

Fachbereich

Fachbereiche Kunst und Design. Zudem wird der Studiengang Kunst auch für das Lehramt angeboten.

Studiengang

Fachbereich Design mit den Bachelor-Studiengängen: Industriedesign mit drei Studienrichtungen, Innenarchitektur, Kommunikationsdesign, Mode mit den Studienrichtungen Mode und Textil, sowie Multimedia/VR-Design.

Die im Fachbereich Design angebotenen Master-Studiengänge sind: u.a. Industrial Design, Produktdesign, Innenarchitektur, Fotografie, Mode- und Textildesign.

Im Fachbereich Kunst werden die Diplom-Studiengänge angeboten: Bild Raum Objekt Glas, Buchkunst, Grafik, Malerei, Textile Künste, Bilhauerei Figur und Metall, Keramik, Schmuck, sowie Zeitbasierte Künste (Film, Video, Performance, Mixed Media).

Weitere Studiengänge im Fachbereich Kunst Sind Kunstpädagogik und Kunst (Lehramt) mit dem Abschluss Staatsexamen.

Voraussetzungen

Studienvoraussetzungen sind die Allgemeine Hochschulreife, je nach Studiengang unterschiedliche Nachweise von praktisch-handwerklichen Kenntnissen und eine erfolgreich abgelegte hochschulinterne Eignungsprüfung.

Die Master-Studiengänge an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle richten sich an Absolventinnen und Absolventen von Bachelor- oder Diplomstudiengängen mit vorrangig gestalterisch-künstlerischer Ausprägung. Für alle Bewerber/-innen gilt eine studiengangsspezifische Aufnahmeprüfung, die allerdings auch interessierten und fachlich qualifizierten Absolvent/-innen anderer Studienrichtungen die Aufnahme in einen Masterstudiengang ermöglichen kann. Neben dieser Prüfung wird in den meisten Studiengängen der Nachweis fachbezogener Praktika oder vergleichbarer praktischer Erfahrungen erwartet.

Profs

Eine Liste der Professuren finden Sie hier.

Lehrende

Hier finden Sie eine Übersicht zu den aktuell Lehrbeauftragten.

Schwerpunkte

Visionäres Denken und Gestalten jenseits von Verwertungszusammenhängen werden ebenso gefördert wie die Entwicklung berufspraktischer Fähigkeiten. Im Sinne von Kunst und Design werden Freiräume geboten und individuelle und eigensinnige Wege gefördert. Mit ihren Ideen und Werken, ihren Visionen und Positionen sollen sich die Studierenden als mündige, kritikfähige und selbständige Individuen in den gesellschaftlichen Diskurs einbringen. Eine breit angelegte Grundlagenausbildung in Theorie und Praxis, bestens ausgestattete Laboratorien und Werkstätten, Forschungs- und Projektvorhaben – auch in Kooperation mit Institutionen und Unternehmen – und interdisziplinäre Vernetzungen und Diskurse bilden dafür den Rahmen.
In den künstlerischen Disziplinen erfüllt die Hochschule ihren Forschungsauftrag, indem die lehrenden Künstlerinnen und Künstler ihr eigenes Werk entwickeln und die im Konzeptions- und Produktionsprozess gewonnenen Erkenntnisse weitervermitteln. In den Designdisziplinen werden Gestaltungsprinzipien in Bezug auf Systeme, Prozesse und Produkte untersucht. Fragen der Mobilität, des Wohnens und Arbeitens, der Kommunikation und des interkulturellen Austauschs sowie des lebenslangen Lernens werden mit denen nach der Zukunftsfähigkeit individueller Lebensentwürfe verknüpft.

Ausstattung

Die Bibliothek der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ist die wichtigste wissenschaftliche Spezialbibliothek zu Kunst und Design des 20./21. Jahrhunderts Sachsen-Anhalts. Neben dem Gesamtbestand von ca. 91.000 Medien und 150 laufenden Zeitschriften bietet die Bibliothek verschiedene audiovisuelle Medien zur Benutzung bzw. Ausleihe an.

Der Bestand des Archivs umfasst Verwaltungs- und Personalakten seit 1900, Urkunden, Druckerzeugnisse, Zeitungsausschnitte, Künstlerdossiers, Unterrichtsaufzeichnungen, Nachlässe, thematische Konvolute zu Ausstellungen, Festen, Gebäuden, Werkstätten, Wettbewerben und anderem mehr. Das Bildarchiv mit weit über 100.000 Papierabzügen, Negativen und Dias dokumentiert die künstlerischen Arbeiten wie auch Personengeschichte und Ereignisse. Es ist damit zu einem unverzichtbaren Partner für die Forschung in ganz Deutschland geworden.

Die Kustodie beherbergt heute rund 6000 zwei- und dreidimensionale sowie auch einige digitale Werke aus allen künstlerischen sowie gestalterischen Bereichen und Studienrichtungen der Schule. Die zugehörige Plakatsammlung beinhaltet derzeit 2.200 verschiedene Exemplare. Der Sammlungsbestand bot in den vergangenen Jahren eine wichtige Grundlage für eine Reihe von Ausstellungsvorhaben, regional wie überregional.

Desweiteren bietet die Burg Halle ihren Studierenden Zugang zu verschiedenen Werkstätten, einer Druckerei, einer Textilrestaurierung und dem Designhaus Halle.

Geschichte

Die Handwerkerschule der Stadt Halle, hervorgegangen aus der Vereinigung der Provinzial-Gewerbeschule (1852) mit der Gewerblichen Zeichenschule (seit 1870) wird von Paul Thiersch 1915 bis 1925 im Sinne der Ideen des Deutschen Werkbundes und dessen Kunstgewerbeschulreform zu einer modernen, an der Praxis orientierten Kunstgewerbeschule mit ausbildenden und produzierenden Werkstätten erneuert.

Die Hochschule wird 1989 bis 2009 organisatorisch umgestaltet und behält nach den verschiedenen Phasen der inneren und äußeren Evaluierung ihren Kunsthochschulstatus.

2010 ändert die Hochschule mit der Veröffentlichung der Novellierung des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt im Juli ihren Namen in Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

2015 feiert die Burg ihr 100jähriges Jubiläum.