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Artguardian: Wächter für Kunstwerke

Ein öffentlich ausgestelltes Kunstwerk macht viel durch: grelles Licht, ungünstige Temperaturen oder zu viel Feuchtigkeit. Fraunhofer-Forscher haben mit Artguardian ein vollautomatisches, intelligentes System entwickelt, das Kunstliebhabern hilft, ihre Objekte optimal zu konservieren.

Geschätzte 150 Millionen Kunstwerke sind heutzutage im Handel – in Museen, öffentlichen Räumen und bei privaten Sammlern. Nicht nur wegen ihres materiellen, sondern auch wegen des ideellen Wertes verdienen sie sorgsamen Umgang. Nun ist es weder im Sinne des Künstlers noch der Museen oder Sammler, die Werke in klimatisierten Tresoren wegzuschließen, um sie bestmöglich vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Kunst braucht Öffentlichkeit.

Mit der Kombination moderner Technologien aus Mikroelektronik, Bauphysik und Informationstechnik haben drei Fraunhofer-Institute und ihre Partner eine Lösung entwickelt, die diesen Herausforderungen gerecht wird: Artguardian. Das System besteht aus vier verschiedenen Sensoren, die unsichtbar am Kunstwerk angebracht sind und dort Temperaturen und Feuchtigkeit ebenso aufzeichnen wie Lichtverhältnisse, Stöße oder Bewegungen. In regelmäßigen Abständen meldet es die Daten per Funk an eine Basisstation, die sich in der Nähe des Objekts befindet.

Diese ist mit einer IT-Plattform verbunden, auf die der Eigentümer per Smartphone jederzeit Zugriff hat. So kann er stets überwachen, welchen Umweltbedingungen das Kunstwerk aktuell ausgesetzt ist. Werden vorgegebene Grenzwerte überschritten, schlägt das System automatisch Alarm. Ist gerade keine Basisstation in der Nähe, etwa auf einem Transport, zeichnet der Sensor die Werte auf, so dass sie später ausgelesen werden können.

Das Produkt kann vom 6. bis 10. März 2012 auf der CeBIT in Hannover (Halle 26, Stand E08) begutachtet werden. Weitere Informationen finden Sie zudem auf der Website des Fraunhofer-Instituts.

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