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Ausstellungstipp: Francesco Clemente, Schirn Kunsthalle in Frankfurt, bis 4. September 2011

In Frankfurt erhält man die Gelegenheit, in die Bildsprache von Francesco Clemente einzutauchen. In den letzten Jahren hat sich der italienische Künstler vor allem mit der Aquarellmalerei beschäftigt. Das Ergebnis sind großformatige Arbeiten, die durch kraftvolle Farbkombinationen und klare Motive bestechen - Bilder, die zum Träumen einladen. Eine Empfehlung der Redaktion.

Francesco Clemente ist für seine außergewöhnliche Bildsprache bekannt, die aus einer Vielzahl von zeitlosen Symbolen, Mythen, Kulturen und Philosophien schöpft. Sein OEuvre kreist um die großen Fragen des menschlichen Individuums – viele seiner Werke gleichen traumähnlichen Visionen, aufgeladen von Erotik und Spiritualität. Der Eklektizismus und die Fülle an persönlicher Symbolik zeugen von Clementes bewegtem künstlerischem Leben, das er zwischen Italien, New York und Indien verbringt. Gemeinsam mit Enzo Cucchi und Mimmo Paladino gehörte Clemente Ende der 1970er-Jahre zur italienischen Transavanguardia, einer der bedeutendsten Gruppen der Postmoderne. Ihre Mitglieder stellten die Formensprache und Inhalte der Neoavantgarde infrage und arbeiteten mit traditionellen Kunstformen wie der Malerei und Zeichnung sowie mit den expressiven Mitteln der Figuration und Farbigkeit.

Clementes jüngste Arbeiten sind spektakuläre großformatige Aquarellserien, in denen der Künstler spirituelle Lebenserfahrungen umsetzt. In der Schirn zeigt Francesco Clemente diese beeindruckenden Werke sowie eine Auswahl seiner wichtigsten Gemälde und Pastelle.