Meldungen zum Kunstgeschehen

Baden im März 2008 bis April 2008

Kunst in den Regionen Freiburg, Karlsruhe, Mannheim (Baden-Württemberg)

Die 5. art Karlsruhe zeigte schon am Eröffnungstag Krallen – wo andere Kunstmessen nach Luft schnappen, scheint der Aufwärtstrend der badischen Leistungsschau ungebrochen. So meldeten Galeristen bereits unmittelbar nach Messestart den Verkauf erster Werke. 183 Galerien aus 13 Ländern waren zur Messe angereist. Natürlich fanden wieder manche Feuilletons die Schau zu langweilig, vermissten die Spitzen. Dabei gab es einhellige Zustimmung für den Preisträger der diesjährigen Messe, den Schweizer Reto Boller (geb. 1966; Galerie Mueller-Roth, Stuttgart) mit seinen raumbezogenen Malerei-Objekten. Zwei weitere Künstler dieser jungen Generation seien genannt: Karl-Heinz Bogner (Galerie Kränzl, Göppingen) und Eckart Hahn (Galerie Rothamel, Frankfurt), die abstrakte bzw. figurative Positionen vertreten.

Zu feiern gibt es in Karlsruhe auch die 19. Europäische Kulturtage: Vom 4. bis 26. April steht alles unter dem Zeichen von Rom. Neben Programmteilen aus allen Sparten seien ein paar Highlights aus der Kunst genannt: das italienische Materialbild im ZKM, des Architekten Friedrich Weinbrenners Weg nach Rom im Museum für Literatur am Oberrhein, der »Mythos de italienischen Himmels« in der polnischen Malerei in der Stadtbibliothek sowie Stipendiatinnen und Stipendiaten der Deutschen Akademie Rom (Villa Massimo) in der Galerie Knecht.

Zum 13. Mal finden die diesjährigen Galerientage im Mannheimer Kunstverein statt. Am Samstag Abend, 12. April ab 18 Uhr, stellen dabei einige Hip-Hop-Kids ein paar Szenen aus dem Musical »Changes/Chances« vor, das am 17. Juni im Mannheimer Capitol Premiere haben wird. Für Kim Behm, Mitarbeiterin bei der Galerie Zimmermann, ist diese Darbietung der eigentliche Clou der Gemeinschaftsveranstaltung, die im kunstsinnigen Ambiente einen Beitrag zur Förderung der Jugendkultur leistet.

Gerburg Maria Müller (Regie), Ümit Dugan (Choreographie) und Christine Rogozanu (Produktion; Jugendhaus Erlenhof) studieren zur Zeit das HipHopical mit rund 50 Jugendlichen ein, das sich drängenden Problemen wie Mobbing und Gewalt in der Schule genauso widmet wie der Orientierungslosigkeit und Frustration unter den Heranwachsenden. Mit den Galeristentagen koppeln sich die beteiligten Galerien weitgehend von der Langen Nacht der Museen ab, die eine Woche früher die Städte-Troika Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen illuminiert.

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