Meldungen zum Kunstgeschehen

Bazonnale 02 "AFGHANISTAN" vom 2. bis 31. Oktober 2010 in der KET Weimar

Das Thema Afghanistan ist nach wie vor ein schwieriges in Politik und Öffentlichkeit. Gezeigt hat dies nicht zuletzt der Rücktritt des Bundespräsidenten. Die zweite Ausstellung der Bazonnale möchte daher über die Kunst andere Facetten des Landes aufzeigen und die breite Öffentlichkeit für den Fall sensibilisieren.

Afghanistan - Ein Land, das seit 1979 (Einmarsch der Russen) nicht mehr zur Ruhe gekommen ist. Bereits vor dem Rücktritt des Bundespräsidenten Horst Köhler am 31. Mai 2010 stand für die Veranstalter der Bazonnale fest, das Thema aufzugreifen und durch die künstlerische Auseinandersetzung ein Diskussionsforum zu schaffen. In Europa wird Afghanistan nur über die kriegerischen Auseinanderstzungen wahr genommen. Wenig ist über dieses einstmals fröhliche Land und dessen Kultur in der breiten Öffentlichkeit bekannt.

Bereits rund 200 internationale Künstler mit ca. 500 Werke haben sich angemeldet. Insbesonders die Teilnahme von Künstlern aus Russland, Tschechien und Afghanistan wird eine interessante Bandbreite an unterschiedlichen Blickwinkeln für das Land eröffnen.

Mit dem weltweit einzigartigen Mail-Art Projekt "Gruß nach Afghanistan, Zeichen der Demokratie" will die Bazonnale ein Zeichen für die Auseinandersetzung mit dem "Thema Afghanistan" setzen. Alle Abgeordneten des Deutschen Bundestages wurden am 27. August 2010 vom Kuratorium der Bazonnale angeschrieben und gebeten, eine vorgefertigte Postkarte mit Texten, Bildern oder Collagen zum Thema Afghanistan zu gestalten und dann wieder an das Kuratorium der Bazonnale zurück zu senden.
Nur wer möchte, kann die Karte mit seiner persönlichen Signatur versehen – es geht in erster Linie um die Teilnahme, die als aktives Zeichen einer Auseinandersetzung mit dem Thema Afghanistan gewertet wird. Für alle nicht zurück gesandten Postkarten wird symbolisch eine "rote Karte" für das Kunstwerk verwendet.

Das Kunstobjekt wird zur Ausstellungseröffnung am 02. Oktober 2010 vorgestellt.

Nicht zuletzt dient auch der Veranstaltungsort der Mission der Ausstellung. Die Gebäude der KET Weimar, ehemalig das Weimar-Werk, wurden ab 1935 für die Produktion von Rüstungsgütern verwendet. Nach kriegsbedingter Zerstörung und Demontage begann das Unternehmen 1946 als Betrieb der Sowjetischen Aktiengesellschaft mit der Instandsetzung von Waggons und der Fertigung und Gebrauchsgütern.

Weitere Informationen

Die Bazonnale ist eine halbjährlich stattfindende Independentausstellung und gehört zu den größten internationalen Kunstausstellungen in Deutschland. Das außergewöhnliche Ausstellungskonzept sieht vor, dass Künstler ihre Werke dort ausstellen und direkt provisionsfrei an Interessierte verkaufen können. Somit haben junge, und auch unbekannte Künstler die Möglichkeit ihre Werke entsprechend der wechselnden Bazonnale-Themen, in einem professionellen Umfeld kostenfrei zu präsentieren. Nach der erfolgreichen ersten Ausstellung „LUST 2010“ im Juni diesen Jahres steht die Bazonnale 02 nun unter dem Thema: „Afghanistan“. Gezeigt werden zeitgenössische Interpretationen, die das Thema immer aus verschiedenen Blickwinkeln umsetzen in Malerei, Plastik, Fotografie, Objektkunst, Grafik oder in einer Performance.

Veranstalter der Bazonnale sind der kunstwissenschaftliche Verlag VDG Weimar, das Portal Kunstgeschichte unter der Leitung von Dr. Bettina Preiß und Dipl.-Des. Michael Cremer, Inhaber, Cremer-Institut für Marken- und Unternehmenskultur, Bonn/Weimar. Die Bazonnale steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Bazon Brock, Professor für Kunst und Ästhetik der Universität Wuppertal, und Prof. Dr. Achim Preiß, Professor für Architekturgeschichte in Weimar.

Ständig aktualisierte Informationen finden Sie auf der Website http://www.bazonnale.de/afghanistan2010/.