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Buchtipps Landschaftsmaler

Im Zuge des großen Friedrich-Jubiläums wollen wir auch einige Landschaftsmaler des 18. Jahrhunderts nicht zu kurz kommen lassen. Entdecken Sie die arkadischen Werke von Kolbe, Klengel und Aberli!

natur und abbild©Schwabe Verlag
natur und abbild©Schwabe Verlag

Norbert Michels u.a. (Hg.): Carl Wilhelm Kolbe d. Ä. (1759-1835) – Künstler, Philologe, Patriot, Michael Imhof Verlag 2009

Carl Wilhelm Kolbe ist eine der schillerndsten Persönlichkeiten der deutschen Kunst um 1800. Neben seinen eindrucksvollen Baumdarstellungen – inspiriert durch die Auenlandschaft des Gartenreiches Dessau-Wörlitz – überrascht Kolbe durch die Darstellung einer sich verselbständigenden, hypertrophen Natur. Die paradiesische Welt Arkadiens taucht Kolbe in eine üppige Vegetation. In ihr leben friedliche und liebeshungrige Faune und Nymphen, aber auch eher kämpferisch und aggressiv eingestellte Titanen und melancholische Frauengestalten. Den ewigen Zyklus des Werdens und Vergehens der Natur schildert Kolbe ebenso mit erotischen wie mit skurril-bedrohlichen Fantasien. Mit den nahezu surrealen Szenerien weist seine Malerei durch Überwindung der Schemata klassischer Landschaftsauffassungen in Richtung der Moderne. Seine wegweisende Formensprache fand eine Fortsetzung im Werk von Blechen sowie Böcklin und scheint selbst in den surrealen Waldbildern eines Max Ernst erneut aufzuscheinen. weiterlesen

Anke Fröhlich: "Glücklich gewählte Natur..." - Der Dresdner Landschaftsmaler Johann Christian Klengel (1751-1824), Georg Olms Verlag 2005

Johann Christian Klengel (1751-1824) war in seiner Zeit der berühmteste Landschafts- und Tiermaler Sachsens. Mit seinem Werk vermittelte er zwischen spätbarocker und realistischer Naturanschauung; auch seine Rolle als Wegbereiter der Romantik ist bisher nicht genügend beachtet worden. Das Buch schließt diese Lücke.Über die Schilderung biographischer Daten hinausgehend, beschreibt es Klengels Einbindung in ein Netz von Kunsthändlern, Kollegen und Schülern, es umreißt seine Werkgruppen und beschreibt seinen künstlerischen Stil. Dabei kommen zahlreiche zeitgenössische Stimmen zu Wort und fünfundvierzig eigenhändige Briefe werden erstmals publiziert. Das Werkverzeichnis mit Tafelteil enthält 194 Gemälde, 950 Zeichnungen und fast 450 Radierungen und Lithographien, die fast alle auch abgebildet sind; ferner Werke aus Klengels Umfeld. Neben der textlichen Erfassung kann sich der Betrachter somit über eine Fülle visueller Informationen den Charakter von Klengels Schaffen selbstständig erschließen. weiterlesen

Tobias Pfeifer-Helke: Natur und Abbild. Johann Ludwig Aberli und die Schweizer Landschaftsverdute, Schwabe Verlag 2011

Johann Ludwig Aberli war einer der erfolgreichsten Landschaftsmaler. Mit ihm begann die bildliche Erschliessung der Schweiz im 18. Jahrhundert. Zentral für das Verständnis seines Schaffens ist die Ästhetik des Malerischen, wobei er die Diskussionen im Zürcher Aufklärungskreis um Johann Jacob Bodmer und Johann Jacob Breitinger aufgriff. Ebenso kann gezeigt werden, dass seine Hochgebirgsansichten in Hinblick auf die in Bern geführten naturwissenschaftlichen Diskussionen zu verstehen sind. Ein bisher unbekanntes Kapitel der Grafikgeschichte beschäftigt sich mit den von Aberli herausgegebenen farbigen Landschaftsradierungen, die international für Aufsehen sorgten und den Graphikmarkt um 1800 wesentlich prägten. weiterlesen