Call for Papers

Call for Papers: Vom Streit zum Bild – Bildpolemik und andere Waffen der Künstler, am 4. und 5. Dezember 2015 in Bonn

Kunst als Waffe – das soll das Thema der Tagung »Vom Streit zum Bild« sein. Welche Wege fanden Künstler, Kritik an Zeitgenossen und an Kritikern, an Feinden und Auftraggebern in ihren Werken zu verstecken? Diese und andere Fragen rund um das Thema »Künstlerstreit« will es beantworten. Einsendeschluss für Abstracts: 30. Juni 2015.

Wie stritten bildende Künstlerinnen und Künstler miteinander und wie setzten sie dabei ihre Werke als Waffe ein? Wie konnte man seinen Kritikern und Feinden auch ohne Stinkefinger zeigen, was man von ihnen hielt und – wenn möglich ohne Worte – dafür sorgen, dass das Publikum dies auch verstand? Und ging dies auch in der Sprache der Architektur? Wie konnte man ferner ignorante Auftraggeberinnen und Auftraggeber bestrafen und ungestraft beleidigen? Und was passierte, wenn Künstlerinnen oder Künstler emotional überreagierten und durch irrationales Handeln Toleranzgrenzen überschritten? Oder wenn ein Gegner antwortete? Und wie lassen sich Verleumdungen und Intrigen nachweisen?

Diesen und anderen Fragen widmet sich die internationale Tagung des DFG-Projekts "Streitstrategien bildender Künstler in der Neuzeit". Ziel ist ein intensiver Austausch zum Phänomen des Künstlerstreits und das durch diesen frei gesetzten kreativen Potentials. Das Programm ist auch über die Epochengrenzen hinaus offen für die Diskussion von Streitfällen, in denen Künstlerinnen und Künstler ihre Werke als Medium einer Auseinandersetzung instrumentalisierten und inszenierten. Mögliche Fallbeispiele bieten insbesondere Attacken auf Rivalen, Kritiker oder Geldgeber.

Das DFG-Projekt "Streitstrategien bildender Künstler in der Neuzeit" lädt ein, Vorschläge für Vorträge von 20 Minuten Dauer bis zum 30. Juni 2015 an folgende Adresse zu senden:

Dr. Doris H. Lehmann
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kunsthistorisches Institut
Regina-Pacis-Weg 1
53113 Bonn
oder an
dlehmann@uni-bonn.de

Tagungssprachen sind englisch und deutsch. Ihre Themenvorschläge sollten den Umfang von einer Seite A4 oder 300 Wörtern nicht überschreiten. Wir freuen uns über Ihre Zusendungen!

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English Version

How do visual artists argue with one another and how do they use their works as weapons? How do they let critics and rivals know exactly how they feel without showing the middle finger and – when possible without words – illustrate this in a way the public understands? Can these strategies also be applied to the visual language of architecture? How do artists chastise and insult ignorant patrons without consequences? What happens when artists overreact or when they overstep the bounds of tolerance with irrational behaviour? What happens when rival artists react? How can claims of intrigue and slander be substantiated?

These and other questions will be the subject of the upcoming congress “The argumentative strategies of visual artists in the modern era”, organised by the DFG project. Aim of the event is to encourage a debate on the artistic argument as a phenomenon and the creative potential it unleashes. The program is open for discussion of examples of artists using or exploiting their works as an argumentative medium across all eras. Possible examples of such clashes include attacks on rivals, critics or patrons.

The DFG project “The argumentative strategies of visual artists in the modern era” is now welcoming suggestions for 20 minute presentations until 30th June 2015, to be sent to the following address:

Dr. Doris H. Lehmann
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Kunsthistorisches Institut
Regina-Pacis-Weg 1
53113 Bonn
or via email to:
dlehmann@uni-bonn.de

The conference will be held in German and English and suggestions for topics should not exceed 300 words or one A4 page. We look forward to hearing your ideas!