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Geschäftsstelle des Bauhaus Verbundes 2019 eröffnet

Die Zeichen stehen auf Bauhaus: Am 13. Juli nahm die bauhaus100-Zentrale ihre Arbeit in Weimar auf und koordiniert von nun an die Vorbereitungen zum Gründungsjubiläum des Bauhauses.

Weimar, der Geburtsort des Bauhauses, ist für die nächsten Jahre der Sitz der Geschäftsstelle, die das Bauhaus-Jubiläum an den verschiedenen Orten vorbereitet und die Arbeit des Bauhaus Verbundes koordiniert. Die Arbeitsgemeinschaft aus neun Bundesländern und Vertretern der Kulturstiftung des Bundes bereitet im Zuge des Jubiläums 2019 ein breites Ausstellungs- und Veranstaltungsangebot vor, dessen erste Vorboten schon im Herbst 2016 und Frühjahr 2017 zu erleben sein sollen.

Mit der Koordinierung und Programmleitung sind in Weimar Dr. Sven Sappelt und Christian Bodach betraut, die bereits zum 1. Juli 2016 ihre Tätigkeit aufgenommen haben. Sappelt studierte Kulturwissenschaft und ästhetische Praxis in Hildesheim und arbeitete neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit für Einrichtungen wie das Künstlerhaus Wien, die Villa Massimo in Rom oder das Humboldt Forum in Berlin. Er verantwortet nun die Programmleitung von bauhaus100. Christian Bodach studierte in Weimar Architektur und hat sich als Projektmanager einen Namen gemacht, etwa für das Brandenburger Landesjubiläum »850 Jahre Mark Brandenburg« oder im Aufbaustab für die Bundegartenschau 2015. Er übernimmt die zentrale Koordinierung und das Projektmanagement zum Bauhaus-Jubiläum. Auch die Koordinatorin für den Thüringer Programmteil. Andrea Dietrich, ist in der Weimarer Geschäftsstelle tätig. Sie wird den regionalen Programmteil des Bundeslandes vernetzen.

Bereits im Januar war zudem die Website www.bauhaus100.de online gegangen, die zentral über alle geplanten Veranstaltungen informiert und die wichtigsten Fakten zur Geschichte des Bauhauses, zur Lehre und den Vertretern sowie zu zentralen Werken informiert. Geplant sind unter anderem 14 Ausstellungen deutschlandweit, eine internationale Ausstellungstournee sowie ein umfangreiches Vermittlungsprogramm, zu dem auch ein Schulprojekt gehört. Den Auftakt bildet die am 4. Mai 2016 eröffnete Ausstellung »Große Pläne!«, die in der Stiftung Bauhaus in Dessau zu sehen ist und mit korrespondierenden Ausstellungsprojekte in insgesamt sieben sachsen-anhaltinischen Städten vernetzt ist. Darüber hinaus läuft bereits jetzt die Fotoaktion »Die Welt sieht Bauhaus«, bei der Schablonen in Form einer bauhaustypischen 100 den Rahmen für »persönliche Bauhaus-Perspektiven« und ungewöhnliche Blicke auf das Phänomen Bauhaus bieten und an der sich jeder Hobby-Fotograf beteiligen kann.