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Hamburger Kunsthalle wird umgebaut

Die Hamburger Kunsthalle macht sich fit für das 21. Jahrhundert: Ab dem Herbst 2014 wird sie umfassend modernisiert und soll dann ab Frühjahr 2016 wieder ganz normal geöffnet sein.

Neu gestaltetes Eingangsfoyer im Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle, Visualisierung: www.moka-studio.com © ECE
Neu gestaltetes Eingangsfoyer im Gründungsbau der Hamburger Kunsthalle, Visualisierung: www.moka-studio.com © ECE

Bereits ab Juli werden die Besucher die Einschränkung durch den Umbau zu spüren bekommen, wenn der Muschelkalkbau und der Gründungsbau geschlossen werden und die Highlights der Sammlung in den Ungers-Bau umziehen. Dort sind sie dann gemeinsam mit Wechselausstellungen bis zum Frühjahr 2016 zu sehen. Denn »die Beeinträchtigungen durch die Bauzeit sollen für unser Publikum so gering wie möglich ausfallen«, so Geschäftsführer Stefan Brand, »Deshalb werden wir auch während der Modernisierung ein vielfältiges Programm mit Sonderausstellungen, der Präsentation der Sammlungshighlights und Veranstaltungen anbieten.«

Ziel der Modernisierung ist es, die Gebäude der Hamburger Kunsthalle zu einem einzigen Museumskomplex zu verschmelzen. Die eigentliche Bauphase soll im Herbst beginnen und betrifft das gesamte Ensemble. Das zentrale Eingangsportal soll wieder als solches eingerichtet, das Foyer besucherfreundlicher und offener gestaltet werden. Unter anderem will man einen neuen Vortragsraum sowie einen Seitenraum als Ort für Museumspädagogik einrichten. Der repräsentative Kuppelbau soll durch Skulpturen belebt werden. Auch will man einen Raum für die Museumspädagogik einrichten. Durch neu gestaltete Übergänge zwischen den Museumsbauten soll eine bessere Verbindung zwischen diesen entstehen. Die Modernisierung betrifft außerdem die Außenanlagen, einen Neubau und die Modernisierung des Depots.

Museumsdirektor Hubertus Gaßner freut sich daher nicht nur auf renovierte Ausstellungsräume, sondern eine bessere Unterbringung der Sammlung: »Die Ertüchtigung des Depots wird mich ruhiger schlafen lassen und der neue Anbau verspricht ein produktiveres Zusammenwirken der Mitarbeiter.«

Die 22 Millionen Euro teure Sanierung wird zu einem guten Teil durch eine Spende des Hamburger Unternehmers Alexander Otto ermöglicht. Dieser stiftete 15 Millionen Euro Planungs- und Bauleistungen als Sachspende.

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