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Kunst in Berlin Mai/Juni 2016

Die Berliner Galerien warten derzeit mit zahlreichen Ausstellungen zu spannenden Themen auf. Trotz Frühlingsluft, Sonnenschein und Gartengrün lohnt sich also ein Besuch! Wir verraten Ihnen unsere Highlights für Mai und Juni.

Kunst in Berlin
Kunst in Berlin

Mit Abram Wilhelm zeigt die Galerie Art Cru einen Art Brut-Künstler, dessen Werke eine starke Ausstrahlung besitzen und durch ihre ungeheure Präsenz bestechen. Dazu trägt sicherlich ihre starke Farbigkeit bei, aber wohl auch ihre drastischen Darstellungen, die trotzdem keineswegs als Provokation zu verstehen sind. Seine Medien sind vielfältig und Wilhelm widmet sich der Malerei ebenso wie der Zeichnung, Collage und Skulptur. Bis zum 22. Mai kann man seine Werke noch bewundern.

Seltsame Wesen zeigt die Galerie Hunchentoot mit Jens Hankes Kunstwerken. Die Serie »Die Sonderschaft« zeigt uns nur schwer zuzuordnende Gestalten, die aus unseren (Alb-)Träumen entsprungen zu scheinen. Goyas berühmte Serie »Der Schlaf der Vernunft gebiert Ungeheuer« scheint hier Pate gestanden zu haben. Zu sehen sind die Bilder und Zeichnungen bis zum 3. Juni.

Tim Tantenroths Ausstellung im Kunstbüro Berlin steht unter dem Einfluss einer Nichtfarbe: Grau. In »Grauzone« zeigt er Strukturen im typisch städtischen Grau und lenkt so den Blick auf architektonische Strukturen der Stadt. Seine Bilder erinnern an Fassaden und Balkone, an Tiefgaragen und Bauornamente und andere Architekturen, die uns in urbanen Räumen begegnen. Zugleich zeigt er mit »Grauzone« eineen Übergangsbereich in der Malerei, der räumlich und farblich reduziert ist. Bis zum 11. Juni kann man sie erkunden.

Huang Yuan Qing verbindet in seiner Kunst westliche und östliche Techniken, folgt aber gleichzeitig der traditionellen Auffassung, dass Malerei und Kalligrafie aus der gleichen Quelle stammen. Für seine Bilder lässt er sich aber – im Gegensatz zum Prozess der Kalligrafie – sehr viel Zeit, sodass sie das Abbild eines Prozesses sind. Die Galerie Susanne Albrecht zeigt sie noch bis zum 18. Juni.

Benyamin Reich begibt sich in seiner Ausstellung »Aggada« auf die Suche nach seiner Identität und zieht den Besucher in diese Suche hinein. Das Konzept ist dabei ungewöhnlich: Durch schmale Sehschlitze nur können die Besucher ins abgedunkelte Innere der Galerie schauen. Einer Installation stellt Reich dabei zahlreiche Fotografien gegenüber. Zu sehen ist das Ganze bis zum 18. Juni bei Podbielski Contemporary.

Die Zukunft scheint auf den ersten Blick das Thema Basim Magdys. Auf den zweiten Blick aber offenbart sich unter dem Motto »Die Sterne standen gut für ein Jahrhundert des Neubeginns« eine ironische Anspielung auf die sich ständig wiederholende Geschichte. Ob Skulptur oder Film, seine Werke erkunden dabei die Leere der Zukunft und der Vergangenheit. Die Deutsche Bank Kunsthalle zeigt sie bis zum 3. Juli.