Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in Hamburg Februar/März 2012

Die Hamburger Galerien laden im März ein zu Reisen in die Vergangenheit und Gegenwart, von Afrika bis Japan und ins Reich der Träume. Wir haben Ihnen einige Tipps zu den vielfältigen Ausstellungen in der Hansestadt zusammengestellt.

Kunst in Hamburg
Kunst in Hamburg

In der Flo Peters Galerie sind die Arbeiten zweier Fotografen zu sehen: Beat Presser entführt uns in die Welt der Schiffsbauer und Fischer Ostafrikas mit seiner Serie »Dhau«. Er dokumentiert nicht nur die Konstruktion der traditionellen Segelschiffe, sondern hält auch das Leben der Einheimischen in eindrucksvollen Bildern fest. Daneben ist eine Auswahl von Werken des Street Photographers Saul Leiter zu sehen. Demselben widmen übrigens die Deichtorhallen gerade eine umfassende Retrospektive - wenn Sie auf den Geschmack gekommen sind, schauen Sie doch auch dort vorbei!

Mit einer zweiten Doppelausstellung wartet die Galerie Robert Morat auf. Roman Bezjak wirft hier einen unvoreingenommenen Blick auf die Architektur des Kommunismus - ein Querschnitt durch die Bauwerke der Nachkriegsmoderne, die als Zeugnisse der einstigen Utopien vom Abriss bedroht sind. Auf der anderen Seite der Mauer fotografierte Dirk Reinartz 1981 den Hamburger Stadtteil St. Georg. Seine Impressionen von den Straßenszenen, dem Alltag der Bewohner und den Blicken der Menschen des Viertels bilden ein leises Meisterwerk der subjektiven Reportagefotografie.

Klaus Schweier widmet sich in der Galerie Commeter ganz anderen Themen: Traum, Zeit und Ewigkeit, das sind, in Abwandlung der bekannten physikalischen Größen, die allzu menschlichen Bezugssysteme, in denen der Maler die großen Themen der Menschheitsgeschichte findet und neu interpretiert.

Landschaftsmalerei, die jedoch die Landschaft nicht in ihrer scheinbaren Natürlichkeit reproduziert, sondern sie als menschliches Ordnungs- und Wahrnehmungsmuster von Natur und Realität offen legt und damit auch in ihrer ethischen Dimension befragt, zeigt die Gelerie Vera Munro mit der Ausstellung »Ararat Anomalie« von Wawrzyniec Tokarski.

Ganz ähnlich nähert sich auch Sven Drühl diesem Motiv: Seine Berglandschaften, Bäume im Wald und moderne oder modernistische Bauten verbindet das Moment des Konstruktiven, Zusammengesetzten. So gehen seine farblich reduzierten Landschaftsdarstellungen nahtlos in fragmentarische Naturansichten über.

Bei Hengevoss-Dürkop schließlich sind derzeit die drei unterschiedlichen japanischen Künstler Atsushi Takahashi, Cousteau Tazuke und Macoto Murayama zu sehen, die ein persönlicher und autonomer Blick auf die Kunst jenseits der japanischen Popkultur verbindet.