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Buchtipps Groteske

In der dunklen Jahreszeit zwischen Halloween und Lichtmess lassen wir Hexen und tollkühne Narren durch unsere Empfehlungen spuken. Haben Sie Acht und lassen Sie sich ruhig verzaubern!

Knöll © Cover Verlag Schnell + Steiner
Knöll © Cover Verlag Schnell + Steiner

Stefanie Knöll: Narren-Masken-Karneval. Meisterwerke von Dürer bis Kubin aus der Düsseldorfer Graphiksammlung "Mensch und Tod", Verlag Schnell & Steiner 2009

Dem engen Verhältnis von Narr, Karneval und Tod spürt dieses reich illustrierte Katalogbuch nach. Hierzu führt es eine beeindruckende Auswahl von 70 Werken namhafter Künstler wie Albrecht Dürer, Hans Holbein, Alfred Kubin und Alfred Rethel vor Augen. Den Grundlagen der Beziehung zwischen Narr und Tod und künstlerischen Ausformungen bis ins 21. Jh. widmen sich die Beiträge bekannter Autoren verschiedener Fachbereiche. weiterlesen

Adam Szymczyk (Hg.): Peter Peri - Country 10, Schwabe Verlag 2006

Der englische Künstler Peter Peri (geb. 1971, London) hat für seine Einzelausstellung country 10 in der Kunsthalle Basel neue Bilder, Zeichnungen und einen Film entwickelt. Der Titel leitet sich von der Szene des Zehnten Landes der futuristischen russischen Avantgardeoper "Sieg über die Sonne" (1913) ab. Es ist ein Ort, an dem totale Finsternis herrscht, da die Sonne in einen Bunker gesperrt wurde, und beschreibt damit den Wunsch nach einem radikalen Neuanfang. Das Moment des Kippens zwischen dem positivistischen Fortschrittsglauben der Moderne und seinen Abgründen, wie es auch die Science-fiction-Autoren H.G. Wells und H.P. Lovecraft um 1900 in der Idee einer zeitlichen Spaltung und eines horrifizierten Raumes der Zukunft aufgenommen haben, ist eines der Themen, die den Künstler interessieren. weiterlesen

Bodo Brinkmann: Hexenlust und Sündenfall /The Lust of Witches and the Fall of Man. Die seltsamen Phantasien des Hans Baldung Grien /Hans Baldung Grien and his strange phantasies, Michael Imhof Verlag 2007

Dem phantastischen Treiben der Hexen hat Hans Baldung Grien eine ganze Reihe von Zeichnungen, aber nur ein einziges Gemälde gewidmet. Dabei handelt es sich um ein 1523 datiertes Bild, welches im Frankfurter Städel steht und den Mittelpunkt der Ausstellung bildet. Bei dem hochkarätigen Kunstkammerstück spekulierte der Maler nicht nur auf den wohligen Schauer, den Erscheinungen des Überirdischen hervorrufen; er forderte den gebildeten Betrachter seinerzeit gleichzeitig zu weitergehenden Reflexionen über die verschiedensten Themen heraus: über die erotische Ausstrahlung der Frau, die Liebe und ihre möglichen Folgen, die weibliche Schönheit und den Versuch, ihr Geheimnis im Maleratelier zu enträtseln. weiterlesen