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Frankfurt bekommt Romantik-Museum

Seit knapp 100 Jahren plant man in Frankfurt schon ein Romantik-Museum. Erst hatte der Bombenkrieg einen Bau zunichtegemacht, dann vor einem Jahr die Absage der Stadt, Geld zu geben. Nun hat es aber doch geklappt: Die Millionen sind zusammen, der Architekten-Wettbewerb ist ausgelobt. 2018, so wurde am Dienstag verkündet, soll im Großen Hirschgraben Eröffnung sein.

Das Museum ist als Erweiterung des heutigen Goethe-Museums geplant. In seinen Kellern lagert das Freie Deutsche Hochstift, Träger des Goethe-Museums, eine einzigartige Sammlung zur Literatur der deutschen Romantik, die bisher wenig bis gar nicht gezeigt werden konnte. Es handelt sich überwiegend um Manuskripte, Handschriften, Briefe, aber auch Grafiken, Gemälde und Gebrauchsgegenstände. Auf die Frage, wie sie die Exponate zukünftig präsentieren wird, sagte Hochstift-Direktorin Anne Bohnenkamp-Renken in der Frankfurter Rundschau: Es gelte, »die kulturellen Höchstleistungen dieser zentralen Epoche« zu vermitteln. Sie stelle sich vor, die vielen schriftlichen Zeugnisse »mit interaktiven und experimentellen Ausstellungsformen zu verbinden«. 

Der Neubau soll südlich der heutigen Goethestätte im Großen Hirschgraben entstehen, wo seit Jahren eine ungenutzte Fläche Bauland existiert.