Meldungen zum Kunstgeschehen

Stiefkind Provenienzforschung?

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) hat im Mai 2010 als eines der ersten Museen für Angewandte Kunst in Deutschland mit der systematischen Erforschung der Herkunft seiner Sammlung begonnen. Die Ergebnisse werden ab 12. September 2014 in einer Ausstellung präsentiert. Aber auch andere Institutionen erforschen die Herkunft ihrer Schätze.

Laut Angaben auf der Website des Museums werden in der Schau bisher recherchierte Objekte und die zugehörigen Forschungsmaterialien, darunter Auktionskataloge und Inventarbücher, Archivalien oder Kunstzeitschriften, vorgestellt und sollen und einen Einblick in das wissenschaftliche Arbeiten vermitteln. Im Anschluss führt ein Parcours in die Dauerausstellungen des Museums zu Kunstgegenständen, die bereits im Visier der Provenienzforschung gestanden haben oder für die noch Recherchebedarf besteht. Ziel ist es, einen ergebnisunabhängigen Einblick in die Provenienzrecherche zu geben. Neue Forschungsergebnisse sollen Stück für Stück in die bestehende Präsentation eingebettet werden.

Mit seinem Projekt steht das Hamburger Museum nicht allein. Auch beim Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg, der Bayerischen Staatsbibliothek  in München, der Hamburger Kunsthalle, der Kunsthalle Mannheim und 16 weiteren Kulturinstitutionen wird die Provenienzforschung mit Mitteln der bundesdeutschen Arbeitsstelle für Provenienzrecherche und -forschung (AfP) fortgesetzt.