Meldungen zu Buch und Medien

Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 4. bis 10. Juli 2016

Sozialistische Architektur, Kunstaktionen zwischen Humor und Gesellschaftskritik, die geschichte des Louvre und einer der Väter der Fotografie warten darauf, entdeckt zu werden.

Montag, 4. Juli

20:15 Uhr auf tagesschau24: Eisenhüttenstadt sollte die erste sozialistische Idealstadt Deutschlands sein. So entstand die Stadt auf dem Reißbrett im Sinne eines politischen Ideals. Wie das Ganze aussieht, was vom Ideal des Systems blieb und wie die Bewohner heute mit dem Erbe umgehen, das erkundet die Dokumentation »Eisenhüttenstadt«.

Dienstag, 5. Juli

17:30 Uhr auf Arte: Fälschung oder nicht? Das ist die Frage, die die Dokumentation »Das Geheimnis von Phaistos« stellt. Denn das Objekt scheint dem Kunsthändler Jerome Eisenberg suspekt und inzwischen fordern auch einige Wissenschaftler eine genauere Untersuchung des Objekt. Die Dokumentation erhellt die Geschichte des Diskos und zugleich die Bedeutung der Materialforschung für Archäologie, Kunstgeschichte und Co.

Mittwoch, 6. Juli

21:45 Uhr auf ARDalpha: Alexander Nüßlein ist studierte Kunsthistoriker und ausgebildeter Drucke und heute Lithograf und Künstler. Aktuell arbeitet er an galvanischen Objekten, die sich in der Natur ständig verändern. »Kunstraum« hat ihm bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut.

22:00 Uhr in MDR Kultur: »Max hat es schön – Lotte und Max Pechstein in der Südsee« nimmt sich Texte aus dem Radio Lotte Pechsteins vor und setzt sie in Szene. Thema ist dabei die Reise des Künstlerpaars Pechstein zur Insel Palau im Jahr 1914, wo Max Pechstein sein Malerparadies zu finden hoffte.

Donnerstag, 7. Juli

16:15 Uhr auf SRF1: Den Meisterfälscher Wolfgang Beltracchi bei der Arbeit begleitet die gleichnamige Dokumentationsreihe. Darin porträtiert er bekannte Persönlichkeiten jeweils im Stil eines berühmten Kunstwerkes. In der heutigen Folge ist der Komiker und Schauspieler hape Kerkeling an der Reihe.

22:00 Uhr auf BR: Michael Sailstorfer geht mit offenen Augen durch die Welt und kann eigentlich alles zu Kunst machen, egal ob Panzerattrappe oder Betonmischer. Seine Werke und Aktionen offenbaren dabei neben Sailstorfers Humor oft eine starke Kritik an der Gesellschaft, aber auch am Menschen an sich. »Lido: Ein Tag im Leben von Michael Sailstorfer« besucht den Künstler.

23:30 Uhr auf SWR: Seit 25 Jahren schon gibt es die Filmakademie Baden-Württemberg. Hier lernen die Kreativen von morgen zwischen kommerziellem Film und Filmkunst. Denis Scheck stellt in »Die Kunst des Filmemachens« die Akademie und ihre Absolventen näher vor.

Freitag, 8. Juli

03:15 Uhr auf Arte: Die Reihe »Frankreichs mythische Orte« bereist bekannte und weniger bekannte faszinierende Städte und Dörfer Frankreichs, die historisch und architektonisch mehr als nur Fachwerk zu bieten haben. So auch Brantôme, wo die Reste eines Höhlenklosters bis heute zu entdecken sind.

06:30 Uhr auf ARDalpha: Der Titel der Dokumentationsreihe »Rom – Marmor, Macht und Märtyrer« gibt das Programm vor. Irgendwo zwischen Kunst, Herrschaft und Selbstdarstellung agierten die römischen Caesaren. In der aktuellen Ausgabe widmet sich die Sendung Caligula und Nero, zwei der exzentrischsten Herrschergestalten und auch Bauherren der Antike.

Samstag, 9. Juli

09:05 Uhr in MDR Kultur: Stratwalde, eigentlich Jürgen Böttcher, hängt in der Berliner Nationalgalerie, in der Albertina oder in Paris und London. Aus dem bewegten Leben des Künstlers berichtet das Feature »Stratwalde« – von Ausstellungsverbot in der DDR und dem Ausschluss aus dem Verband Bildender Künstler, vom Verbot seiner Filme oder seinem Leben als Lehrer an der Volkshochschule.

20:15 Uhr auf Arte: Der Louvre ist zweifellos eine Legende, mit all den wunderbaren Werken, die hier zu sehen sind. Doch auch das Gebäude selbst ist ein Bau voller architektonischer Besonderheiten und vor allem voller Geschichte. »Die Louvre-Saga« rückt statt der Sammlungen einmal den Bau in den Fokus.

Sonntag, 10. Juli

12:00 Uhr auf SRF1: »Das Prinzip Dada«, was ist das eigentlich? Provokation mit allen Mitteln? Die Antikunst schlechthin? Politisch-unpolitische Kunst? Diese Fragen will die Dokumentation beantworten und besucht die wichtigsten Stationen in der Geschichte des Dadaismus.

12:25 Uhr auf Arte: Das Centre Pompidou ist mehr als nur die Heimat des Musée National d’Art Moderne, sondern vor allem ein Kulturzentrum, entstanden aus einer Utopie – möglichst vielen Besuchern soll eine möglichst große Auswahl an Kultur geboten werden. Die Reihe »Kathedralen der Kultur« zeigt einen Tag im »Leben« des Zentrums.

19:05 Uhr in NDR Info: Die »Zeitzeichen« erinnern heute an Louis Jacques Mandé Daguerre. Angefangen hat er als Kulissenmaler und Verkäufer von Illusionen– seine Dioramen unterhielten die feine Gesellschaft, sein fotografisches Verfahren aber sollte das erste kommerziell nutzbare sein. Ihren Namen haben die entstandenen Bilder von ihm: Daguerrotypien.