Meldungen zum Kunstgeschehen

Kunst in München Mai/Juni 2014

Nicht nur im Garten blüht und grünt es, auch in den Münchner Galerien erwarten Sie viele neue Ausstellungen im Frühjahr. Wir haben einige Highlights zusammengestellt.

Kunst in München
Kunst in München

Die Galerie Van de Loo zeigt mit der Ausstellung »Gespinste Labyrinthe Ornamente« bis zum 31. Mai einen bunten Mix aus den Werken ihrer Künstler. Und zwischen diesen entwickelt sich ein Geflecht von Verbindungen über die Genres hinweg. Assoziativ angelegt, möchte die Ausstellung zur Auseinandersetzung mit der Frage anregen, welche Bedeutung ornamentale und labyrinthische Strukturen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts hat. Verlaufen Sie sich nicht!

Die Frage nach dem Phänomen Farbe stellen die Künstler der aktuellen Ausstellung bei Häusler Contemporary. »Sie griff in den Tomatensalat und schob sich ein Stück Rot in den Mund«. Was passiert, wenn man statt von roten Tomaten, von tomatenem Rot spricht und wie man seinen Horizont durch veränderte Begrifflichkeiten, aber auch durch das einfache Infragestellen von Gewissheiten erweitern kann, zeigen acht Künstler

Die erste deutsche Einzelausstellungder Amerikanerin Lori Nix, »The City«, zeigt die Galerie Klüser noch bis Mitte Mai. Sie entführt die Besucher mit ihren Fotografien in apokalyptische Welten. In Handarbeit entstehen über mehrere Monate Dioramen, für die sie ihre Inspiration aus alten Science-Fiction- und Katastrophenfilmen zieht. In den Bildern dieser Modelle offenbart sich jedoch nicht nur Sozialkritik, sondern auch ein ganz eigener Humor.

Teile aus August Sanders Zyklus »Menschen des 20. Jahrhunderts« sind derzeit mit »Menschen vor Flusslandschaft« in der Pinakothek der Moderne zu sehen. Sanders Werk hat nicht nur Künstler, sondern auch Literaten und Philosophen inspiriert, sondern ist auch heute noch Referenz für zahlreiche Fotografen. Also ein Muss für alle Fotografie-Fans.

Um das gemalte und »angemalte« Objekt dreht sich die aktuelle Ausstellung »Object Painting - Painting Object« in der Galerie Bender, die verlängert wurde und noch bis zum 28. Juni zu sehen ist. Sie zeigt neue Arbeiten von Robert Sagerman, der mit seinen Farbkörpern den Übergang zwischen Malerei und Objekt auslotet, denn seine Farbtupfer trägt er mit einem Spachtel auf. Bill Thompson dagegen schafft amorphe Strukturen, die mit hochglänzendem Lack überzogen in den Raum hineingreifen.

Märchenhaft-düstere Bildwelten schafft Andrea Damp. Ab Ende Mai ist ihre Ausstellung »Bubbles« in der Galerie Kampl zu sehen und entführt den Betrachter in ein Universum, in dem auch Lewis Carroll seine Alice hätte ihre Abenteuer erleben lassen.

Mit der modernen Lebens- und Arbeitswelt setzt sich die Ausstellung »Playtime« im Lenbachhaus auseinander. Sie stellt die Frage, wie künstlerisches Arbeiten heute aussieht und was ihre Arbeit von anderen Formen unterscheidet. Dabei lässt sie Künstler unterschiedlichster Medien und Generationen zu Wort kommen.