Tagungen

Symposium: Erbe und Vision. Kunst im öffentlichen Raum heute, am 2. Dezember 2011 in Bochum

»Kunst im öffentlichen Raum« als Bildungsauftrag verstanden ist ein Instrument für und Ausdruck von gelebter Demokratie. Der Umgang mit öffentlicher Kunst bedarf ideell wie materiell besonderer Aufmerksamkeit und sorgfältiger Pflege. Die Referenten des Symposiums richten sich mit ihren thesenhaften Beiträgen an die unterschiedlichen Akteure, die Kunst im öffentlichen Raum verantworten, und zielen auf eine Charta, die Handlungsoptionen aufzeigt.

Kunst wurde und wird in Bochum als ein prägendes Element bei der Planung und Gestaltung des Stadtraums wahrgenommen und realisiert, was eine Vielzahl von Kunstwerken belegt. Als nahezu spektakulär kann die schon 1979 vorgenommene Aufstellung der Stahlskulptur von Richard Serra vor dem Bochumer Bahnhof bezeichnet werden. Gerade durch Kunst wird den hier lebenden Menschen die Möglichkeit geboten, ihren alltäglichen Lebensraum anders zu erfahren und zu reflektieren, um selbstbestimmt neue Perspektiven und Standpunkte einzunehmen.

Angesichts der finanziellen Situation in den Kommunen wird dies erschwert und sogar prinzipiell
hinterfragt. Mit Blick auf absehbare Instandhaltungskosten, mögliche Translozierungen und ähnlichem finden neue Aufstellungen und Installationen kaum noch statt. Am Beispiel Bochum soll dieser vielschichtige Themenkomplex in einer ersten Diskussion exemplarisch erörtert werden.

Programm

11.00 Uhr
Begrüßung durch Michael Townsend, Kulturdezernent Bochum
Moderation: Dr. Hans Günter Golinski, Direktor Kunstmuseum Bochum

  • Dr. Friedrich Meschede, Direktor Kunsthalle Bielefeld: Serra, Morellet, Spagnulo – die Avantgarde im öffentlichen Raum in Bochum
  • Lutz Fritsch, Bildhauer, Köln: Unterschiedliche Blickwinkel auf die Kunst im öffentlichen Raum aus der Sicht des Künstlers
  • Renate Ulrich, ehemals Staatskanzlei Düsseldorf/Ursula Wißborn, Geschäftsführerin der
    Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West: Neue Initiativen für Kunst im öffentlichen Raum

13.00 Uhr Pause

13.30 Uhr

  • Susanne Titz, Museum Abteiberg, Mönchengladbach: Erbe als Auftrag?
  • Prof. Dr. Christoph Brockhaus, Direktor a. D. LehmbruckMuseum, Duisburg: Was ist das Schicksal öffentlicher Kunst?
  • Michael Townsend, Kulturdezernent/Dr. Ernst Kratzsch, Baudezernent Stadt Bochum: Erhalt und Planung von Kunst im Bochumer Stadtraum
  • Podiumsdiskussion: Welches Regelwerk braucht es zum Umgang mit überlieferter und zukünftiger Kunst im städtischen Raum?
    Moderation: Claudia Dichter, Kulturjournalistin, Köln

17.00 Uhr
Übergabe der Lichtskulptur ›Skyline‹ von François Morellet an das Kunstmuseum Bochum und Eröffnung der Ausstellung ›François Morellet in Bochum‹
Es sprechen: Dr. Ottilie Scholz, Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum; Dr. Ingrid Stoppa-Sehlbach, Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport Dr. Martin Hoernes, Kulturstiftung der Länder