Meldungen zu Buch und Medien

Kunst in Funk und Fernsehen, Woche vom 3. bis 9. Juli 2017

Spannend wird die neue Woche: Das Werk Käthe Kollwitz' steht im Fokus, ebenso wie die Südseereise Max Pechsteins und die Fotografie im 20. und 21. Jahrhundert. Wir verraten Ihnen, was sich sonst noch im Äther tummelt.

Montag, 3. Juli

22:00 Uhr in MDR Kultur: Gerhard Hauptmanns »Die Ratten« ist heute als Radiohörspiel zu erleben! Das Ehepaar John und die Dienstmagd Pauline Piperkrcka streiten sich um ein Kind – mit fatalen Folgen.

Dienstag, 4. Juli

02:20 Uhr auf Arte: »Metropolis« ist heute in Leeds unterwegs, aber auch in Betlehem, wo Bansky das Walled Off Hotel gestaltet hat, und auf der Skulptur Projekte in Münster.

12:05 Uhr in Hr2Kultur: Nicholas Conard war es, der zahlreiche Höhlen auf der Schwäbischen Alb entdeckt, in denen er und seine Kollegen Kunstwerke und Musikinstrumente der frühen Menschen hier entdeckten. In »Doppelkopf« spricht er über seine Arbeit und die Hoffnung, dass die Höhlen zum Weltkulturerbe erklärt werden.

Mittwoch, 5. Juli

00:05 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Das Feature »Utopia Ser Verde« begibt sich auf einen Rundgang durch den Ibirapuera-Park in Sao Paulo. Hier schuf der Landschaftsarchitekt Roberto Burle Marx eine Natur-Utopie sondergleichen.

22:00 Uhr in MDR Kultur: Das Feature »Max hat es schön – Max und Lotte Pechstein in der Südsee« erzählt von der Reise des Paares auf die Insel Palau. Das Reisetagebuch Lotte Pechsteins berichtet von der Arbeit ihres Mannes. Ergänzt mit einem Autographen Max Pechsteins entsteht so ein Bild der gemeinsamen Reise.

22:05 Uhr auf Arte: »Kollwitz. Ein Leben in Leidenschaft« erzählt aus Leben und Werk der Künstlerin. Vertreten in den großen Museen weltweit gilt sie heute als eine der wichtigsten politischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts.

23:00 Uhr auf ARDalpha: Das Magazin »alpha-Österreich« widmet sich heute dem Jahrhundertmaler Gustav Klimt. Wo lagen seine Inspirationsquellen? Welche Orte spiegeln sein Wirken heute noch wider? Diese und andere Fragen gilt es zu beantworten.

Donnerstag, 6. Juli

10:00 Uhr auf ARDalpha: In seinem Werk »Eines lässt sich jetzt schon sagen« beschäftigt sich Holger Dreissig mit der Frage, was eigentlich Verwaltung ist. Vom Betriebsausflug über die Verwaltung des eigenen Körpers bis hin zur Sprache. Dabei entstanden Performances, an denen jeweils passende Experten mitwirken. »Kunstraum« zeigt den Weg dahin.

18:30 Uhr auf Phoenix: »Deutschlands Supergrabungen« stellt die spannendsten archäologischen Projekte vor. Von den Anfängen der Kunst über mittelalterliche Handelsmetropolen bis hin zu Stadtgrabungen, die einen Blick in das Leben unserer Vorfahren erlauben, geht die Reise.

Freitag, 7. Juli

00:00 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Noch lange nicht am Ende ist die documenta-Klangkunstausstellung, die unter anderem auf Deutschlandfunk Kultur übertragen wird. Heute ist Michele Ciaccioferas Installtion »The Density of the Transparent Wind« zu hören.

08:15 Uhr auf Arte: »Stadt Land Kunst« nimmt die Zuschauer mit auf eine Reise an Orte unseres Kulturerbes. Heute geht es unter anderem nach Paris, um die Passage du Grand-Cerf, ein oft unbeachtetes architektonisches Meisterwerk, zu entdecken.

Samstag, 8. Juli

09:05 Uhr auf 3sat: »Poesie der Milchkannen« stellt ein Kunstprojekt von Gérard Benoit à la Guillaume vor, bei dem er Hunderte von Milchkannen in unterschiedlichsten Landschaften inszeniert. Die Dokumentation begleitet den Künstler bei seiner Arbeit.

23:55 Uhr in Deutschlandfunk: An Käthe Kollwitz 150. Geburtstag erinnert der Radiosender mit einer »Langen Nacht«. Ihre Werke bildeten Krieg, Leid und Verzweiflung und wurden so zu Inbegriff einer politisch begriffenen Kunst rund um Pazifismus, Kommunismus und Feminismus.

Sonntag, 9. Juli

03:15 Uhr auf Arte: Gleich zwei Sendungen widmen sich in den frühen Morgenstunden der Fotografie. »Die Fotografie nach der Fotografie?« fragt nach der Zukunft der Fotografie. »Photo« dagegen schaut auf die Konzeptuelle Fotografie, die sich seit den 1960er Jahren entwickelte.

09:15 Uhr auf SWR: »Entartet, Enteignet, Entdeckt – Die Spur der Bilder« fragt nach den Geschichten hinter den Bildern der Sammlung Gurlitt. Sie stehen exemplarisch für den Kunstraub der Nazis, für deren Kunsthandel, aber auch für die Vertuschungsversuche dieser Aktionen nach dem zweiten Weltkrieg.

10:00 Uhr auf SWR: »Geld Macht Kunst« untersucht den Kunstmarkt. Wie entstehen Preise? Warum erlebt ausgerechnet Kunst einen solchen Boom als Wertanlage? Wer kauft und verkauft das ganze eigentlich? Diese und andere Fragen stellt die Dokumentation.

11:15 Uhr auf Arte: »Kunst lieben, Kunst hassen« ist heute bei denen zu Gast, die das, was da gehandelt wird, produzieren. Den Künstlern. Wie gehen sie mit dem Hype um ihre Werke um? Was bedeutet es für sie, dass die Spitzenpreise erzielen und oft mehr als Handelsobjekte denn als das, was sie wirklich sind? Diese und andere Fragen diskutiert die Sendung.

11:55 Uhr auf SRF1: Robert Frank war der fotografische Begleiter der Beat-Generation in den USA: Seine Reihe »The Americans« von 1958 beeinflusste die Fotografie des 20. Jahrhunderts ungemein. In »Robert Frank – Don’t blink« porträtiert ihn seine Kollegin Laura Israel.

18:30 Uhr in Deutschlandfunk Kultur: Kunststücke sendet die aktuelle »Hörspiel«-Ausgabe. Texte von Jannis Kounellis, dem Mitbegründer der Arte povera setzten unterschiedliche Regisseure hier auf ihre eigene Weise in Szene.