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Tagung: Museum.macht.Identität. Zur Bedeutung der Stadtmuseen im 21. Jahrhundert, 16. bis 17. November 2012 in Nürnberg

In der Fachtagung loten Kultur- und Museumsexperten neue Handlungsspielräume und Themen aus und diskutieren gemeinsam über die Perspektiven des Stadtmuseums am Beginn des 21. Jahrhunderts.

Da das alltägliche Leben einem stetigem Wandel unterworfen ist, verändern und erweitert sich Bezugsrahmen fortwährend. Von seiner evolutionären und sozialen Grundkonstellation her gesehen, ist der Homo Sapiens jedoch auf ein Leben in überschaubaren Gruppengrößen angelegt. Ein solcher sozialer Verband teilt nicht nur Nahrung und Schutz, sondern bildet auch eine gemeinsame Erinnerungs-, Erfahrungs- und Wertegemeinschaft. 2007 war der Zeitpunkt einer globalen Wendemarke: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit lebten mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Dieses neue Zeitalter der Unübersichtlichkeit (J. Habermas) kann auch an den Stadtmuseen nicht spurlos vorübergehen. Abseits dieser globalen Zusammenhänge soll mit der Tagung »Museum macht Identität« der Fokus auf die Museen vor Ort gerichtet werden: auf die Institution der Stadtmuseen.

Programm

Freitag, 16. November 2012

14.00 - 14.15 Uhr: Begrüßung, Prof. Dr. Julia Lehner; Kulturreferentin der Stadt Nürnberg

14.15 - 15.00 Uhr: Einführung, Dr. Matthias Henkel Direktor der Museen der Stadt Nürnberg

15.00 - 17.30 Uhr: Podiumsdiskussion

Wer sind die Identitätstreiber in einem städtischen Gemeinwesen? Wer sind
die Former und Folger einer lokalen Identität? Welche Rolle spielen
grundsätzlich die einzelnen Sparten der kulturellen Produktion - von der
Architektur, über die Forschung und Kulturelle Bildung bis hin zur Kunst -
bei der Entwicklung lokaler Eigentümlichkeiten in einem sich zunehmend
globalisierenden Kontext auch auf lokaler Ebene? Die transdisziplinär
angelegte Diskussion soll Denk- und Handlungsräume öffnen.

Moderation: Dr. Matthias Henkel

Teilnehmer des Podiums: u.a. Prof. Dr. Bernhard Graf (Leiter Institut für Museumsforschung, Berlin), Dr. Michael Henker (Leiter Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern, München), Prof. Dr. Wolfgang Kaschuba (Direktor Institut für Europäische Ethnologie Humboldt-Universität, Berlin) und Prof. Dr. Eckart Liebau (UNESCO-Lehrstuhl für Kulturelle Bildung Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg)

ab 19.30 Uhr: Abendprogramm

Möglichkeit zum Besuch der Ausstellungseröffnung von »Entrechtet. Entwürdigt. Beraubt. Arisierung in Nürnberg und Fürth« im Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.

Samstag, 17. November 2012

10.00 - 10.15 Uhr: Begrüßung Brigitte Korn, Leiterin Stadtmuseum Fembohaus Nürnberg

10.15 - 11.00 Uhr: Dr. Wolfgang Kos, Direktor Wien Museum

11.00 - 11.45 Uhr: Dr. Anja Dauschek, Gründungsdirektorin Stadtmuseum Stuttgart

11.45 - 12.30 Uhr: Dr. Jan Gerchow, Direktor Historisches Museum Frankfurt am Main

12.30 - 14.00 Uhr: Mittagspause mit Catering

14.00 - 14.45 Uhr: Dr. Tilmann von Stockhausen, Leitender Direktor Städtische Museen Freiburg

14.45 - 15.30 Uhr: Prof. Dr. Lisa Kosok, Direktorin Hamburgmuseum

15.30 - 16.00 Uhr: Kaffeepause

16.00 - 16.45 Uhr: Dr. Franziska Nentwig, Generaldirektorin Stadtmuseum Berlin

16.45 - 17.45 Uhr: Abschlussdiskussion

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