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Vortragsreihe zum 150. Geburtstag von Theodor Fischer

Der 1862 in Schweinfurt geborene Theodor Fischer zählt zu den bedeutendsten und einflussreichsten deutschen Architekten vor dem 1. Weltkrieg. Als Architekt steht er an der Wende von einer der Tradition verpflichteten Architektur zur modernen Architektur. Zu Ehren seines 150. Geburtages würdigen verschiedene Institutionen seinen städtebaulichen Ansatz.

Theodor Fischer war ein Vertreter der Übergangsgeneration von Historismus und internationalem Stil. Er setzte sich für die Vermittlung von Tradition und Moderne, für die Erhaltung des Alten im Neuen ein. Fischer versuchte stets mit den Gegebenheiten vor Ort zu arbeiten und sich in die regionalen sozio-kulturellen Besonderheiten zu vertiefen. Die sozialen Auswirkungen seiner Ideen und Pläne auf die zukünftigen Bewohner und Nutzer waren ihm wichtig.

Zu den wichtigsten seiner über einhundert Bauten zählen die Garnisonskirche in Ulm (1908-1912), das Universitätshauptgebäude der Jenaer Universität (1905-08), sowie Museen in Kassel (1909-1912) und Wiesbaden (1912-1915). Zudem entwarf Theodor Fischer die Haupthalle der Werkbundausstellung in Köln (1913-14).

Anlässlich seines Jubiläums veranstaltet nicht nur die Kunsthalle Schweinfurt eine Vortragsreihe zu Ehren Fischers, sondern auch das Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München ehrt den städtebaulichen Ansatz des Architekten in einer Reihe von Vorträgen unter dem Titel »Stadt Park Natur - urbane Konzepte im 20. Jahrhundert«.