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CIRCUMLITIO. Internationales Colloquium zur Polychromie der antiken und mittelalterlichen Skulptur

Das Colloquium „CIRCUMLITIO. Internationales Colloquium zur Polychromie der antiken und mittelalterlichen Skulptur“ greift den Themenbereich polychromer Skulpturen anlässlich der Ausstellung „Bunte Götter. Die Farbigkeit antiker Skulptur“ (Liebieghaus Skulpturensammlung, Frankfurt) in einer umfangreichen Vortragsreihe auf.

Schon antike Schriftquellen berichten in überwältigender Fülle davon, dass die antike Marmorskulptur farbig war und nicht weiß. Die unumstößliche Tatsache einer farbigen antiken Skulptur ist in der italienischen Renaissance verdrängt und im 19. Jahrhundert wieder aufgegriffen worden, ehe sie im 20. Jahrhundert zugunsten einer auf Klarheit ausgerichteten Ästhetik erneut in den Hintergrund geriet. Dass die Antike farbig war, wird seit 25 Jahren von einem internationalen Forscherteam unter der Leitung von Vinzenz Brinkmann, Leiter der Antikensammlung des Liebieghauses, untersucht. Diese Forschungen haben eine Vielzahl von neuen Erkenntnissen auf dem Gebiet der Polychromie erbracht und das Thema wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

20 Wissenschaftler aus anerkannten Universitäten und renommierten Museen stellen ihre Forschungen auf dem Gebiet der Polychromie antiker und mittelalterlicher Skulptur vor. Das Colloquium gliedert sich in sechs Sektionen, die sich mit verschiedenen Gesichtspunkten der Polychromie auseinandersetzen, angefangen bei den Farben der griechischen und römischen Skulptur über die literarischen Quellen bis hin zu historischen Maltechniken und der Farbigkeit mittelalterlicher Skulptur. Die Veranstaltung gibt einen umfassenden Einblick in die aktuellen Forschungsergebnisse und ermöglicht dem Besucher eine detaillierte Information über dieses Forschungsgebiet.

Den Auftakt des Colloquiums bildet der Festvortrag „Die Polychromie der antiken Skulptur. Eine Bedrohung westlicher Ideale?“ von Jan Stubbe Østergaard, der in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Universität anlässlich der Feier zu Ehren von Johann Joachim Winckelmann ausgerichtet wird.

Die Vorträge finden in deutscher und englischer Sprache statt.

Das Colloquium wird gefördert durch die Alexander und Jutta Rasor-Stiftung

Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Vinzenz Brinkmann (Leiter der Antikensammlung), Dr. Stefan Roller (Leiter der Mittelaltersammlung)
Projektleitung:  Dr. Heike Höcherl

Ort: Liebieghaus Skulpturensammlung, Vortragssaal