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René Magritte 1948

René Magritte gehört zu den populärsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Viele Bilder des surrealistischen Künstlers wurden millionenfach reproduziert und sind bis heute Ikonen. Seine "Période vache" ist jetzt bis 4. Januar 2009 in der Schirn Kunsthalle zu sehen.

René Magritte (1898-1967) war einer der führenden Surrealisten und Paris die Hauptstadt des Surrealismus. Jedoch hatte er lange auf eine Einzelausstellung warten müssen. Bis zu seinem fünfzigsten Lebensjahr boten die Pariser dem belgischen Künstler die Möglichkeit nicht. Als Magritte 1948 seine erste Schau in der Galerie du Faubourg eröffnen durfte, nutzte er die Gelegenheit, um das Pariser Publikum zu düpieren und seiner Kränkung Ausdruck zu verleihen. Gemeinsam mit seinem Dichter-Freund Scutenaire wollte Magritte "ihnen das Maul stopfen". Dies glückte ihm und schlug sich in zahlreichen Beleidigungen im Gästebuch nieder.

 

Die heute als "Période vache" bekannten Gemälde und Gouachen unterscheiden sich deutlich von seinem übrigen Werk. Sie sind bunt, flach und in einem neuen, schnellen und aggressiven Malstil, von Karikaturen und Comics inspiriert und mit Stilzitaten von Künstlern wie James Ensor oder Henri Matisse durchsetzt. Nur innerhalb von wenigen Wochen entstehen etwa dreißig für ihn völlig untypische Werke.

In Retrospektiven zum Werk Magrittes meist nur vereinzelt gezeigt, führt die Ausstellung diese Arbeiten der "Période vache" in der Schirn erstmals außerhalb Frankreichs und Belgiens zusammen. Der Begriff  "Période vache" stammt übrigens vom Künstler selbst. Das französische Wort "vache" bedeutet sowohl "Kuh" als auch "gemein", "übel".

Weitere Informationen

ÖffnungszeitenDi, Fr–So 10–19 Uhr, Mi und Do 10–22 Uhr

Eintritt
5 €, ermäßigt 4 €

Führungen
Di 18 Uhr, Mi 11 Uhr, Do 19 Uhr, Fr 12 Uhr, Sa 15 Uhr und So 17 Uhr

 

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